Allergische Bindehautentzündung - wie behandeln?
publiziert: Dienstag, 6. Aug 2019 / 14:58 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 14. Aug 2019 / 15:26 Uhr

Der Fachbegriff im Bereich der Medizin für eine Bindehautentzündung lautet Konjunktivitis. Diese entsteht selten durch eine Infektion. In den meisten Fällen ist sie eine allergische Reaktion auf unterschiedliche Substanzen.

Manchmal sind Haare von Haustieren oder Hausstaubmilben die Ursache für eine solche Erkrankung. In fast allen Fällen sind es jedoch Pollen. Daher treten allergische Bindehautentzündungen immer dann besonders oft auf, wenn zahlreiche Pollen fliegen. Dabei kann es sich um recht unterschiedliche Pollen handeln. Daher kann nicht vorhergesagt werden, welche Pollenarten besonders problematisch sind.

Typische Anzeichen einer allergischen Bindehautentzündung

Meistens beginnt die Konjunktivitis mit einem Jucken der Augen. Daraus entstehen ein Brennen und meistens auch ein Gefühl eines Fremdkörpers. Das wird dann schon sehr unangenehm und kann auch schmerzhaft werden. Oftmals beginnen die Augen stark zu tränen. Ganz anders als bei einer infektiösen Bindehautentzündung tritt die allergische Form immer an beiden Augen gleichzeitig auf. Da es sich um eine allergische Reaktion handelt, geht sie in den meisten Fällen einher mit einem Schnupfen. Da die Nase mit den Augen eng verbunden ist, werden meistens beide Organe betroffen.

Die Häufigkeit eines solchen Leidens

In den letzten Jahren haben sich allergische Bindehautentzündungen deutlich vermehrt. Es ist ja grundsätzlich so, dass die Anzahl der Menschen, die an Allergien leiden, kontinuierlich zunimmt. Bei der allergischen Konjunktivitis verzeichnen die Augenärzte besonders hohe Anstiege. Jeder, der schon einmal von diesem Problem betroffen war, sollte sich deshalb bei bestimmten Wetterlagen nicht so lange im Freien aufhalten. Bei den Wettervorhersagen werden in der Regel auch Informationen zur Intensität des Pollenflugs angekündigt. Daher ist es für alle betroffenen Personen wichtig, sich regelmässig über entsprechende Warnungen zu informieren.

Eine exakte Diagnose stellen

Nicht immer, wenn die Augen jucken oder Brennen handelt es sich um eine allergische Bindehautentzündung. Mitunter stecken ganz andere Ursachen dahinter. Nach Aussage von Herrn Dr. med. (H) Richard Nagy, einem erfahrenen Augenarzt im Kanton Zürich, sollte jeder, der an den beschriebenen Problemen leidet, unverzüglich einen Augenarzt aufsuchen. Eine Konjunktivitis lässt sich recht einfach behandeln und sollte auf keinen Fall verschleppt werden. Je früher eine Behandlung begonnen wird, desto schneller ist der Patient von dem Leiden befreit. Eine Verzögerung bei der Behandlung kann dazu führen, dass sich die Beschwerden verschlimmern und dauerhafte Schäden verursacht werden.

Auf keinen Fall sollte versucht werden, die Allergie mit frei erhältlichen Augentropfen oder ähnlichen Medikationen selbst zu behandeln. Zum einen wirken die frei verkäuflichen Medikamente in der Regel nicht besonders gut. Zum anderen kann nur ein Augenarzt eindeutig feststellen, ob es sich um eine allergische Bindehautentzündung handelt. Juckende und brennende Augen können auch durch ganz andere Ursachen auftreten. Daher ist von einer Selbstdiagnose und Behandlung dringend abzuraten. Mit Problemen an den Augen sollte niemand Experimente machen, weil das zu dauerhaften Beeinträchtigungen führen kann.

Die erfolgreiche Behandlung einer allergischen Bindehautentzündung

Nachdem die Diagnose feststeht, erfolgt eine Behandlung mit Tabletten oder auch mit Augentropfen. Im Lux Augenzentrum wird die Behandlungsmethode immer individuell festgelegt. Dabei müssen auch Grunderkrankungen des Patienten mit berücksichtigt werden. Daher unterscheidet sich die Therapie von Patient zu Patient. Als langfristiges Therapieziel kommt bei den meisten Menschen eine sogenannte Hyposensibilisierung infrage. Diese kann im Idealfall dazu führen, dass die Beschwerden bei Pollenflug oder anderen Auslösern nicht mehr so drastisch sind. Für akut auftretende Fälle verschreibt der Augenarzt zumeist Tropfen, die der Patient dann bei den ersten Anzeichen einer allergischen Bindehautentzündung anwenden kann.

Eine dauerhafte Therapie braucht jedoch sehr viel Zeit. In diesem Zeitraum bleibt den betroffenen Personen meistens nur, die auslösenden Situationen nach Möglichkeit zu vermeiden. Das ist jedoch nicht immer ganz einfach. Wenn die allergische Bindehautentzündung durch Pollenflug ausgelöst wird, hat kaum jemand die Möglichkeit, sich ausschliesslich in seiner Wohnung aufzuhalten. In die Wohnung gelangen die Pollen aber auch durch geöffnete Fenster.

Fazit

  • Die Anzahl der an allergischen Bindehautentzündungen leidenden Menschen nimmt ständig zu.
  • Ausgelöst werden die Beschwerden zumeist durch Pollen verschiedener Pflanzen.
  • Betroffene Personen sollten daher die Hinweise bei der Wettervorhersage ernst nehmen.
  • Schon bei den ersten typischen Symptomen, wie jucken und brennen, sollte ein Augenarzt aufgesucht werden.
  • Eine frühzeitig erkannte allergische Konjunktivitis lässt sich recht gut behandeln.
  • Sofern es möglich ist, sollte jede betroffene Person die auslösenden Situationen meiden.
  • Langfristig gesehen bietet eine Hyposensibilisierung eine gute Hilfe.


(ps/pd)

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