Ascheregen vom Merapi erreicht Yogyakarta
publiziert: Samstag, 30. Okt 2010 / 09:16 Uhr / aktualisiert: Samstag, 30. Okt 2010 / 16:36 Uhr
Der Merapi scheint nicht zur Ruhe zu kommen.
Der Merapi scheint nicht zur Ruhe zu kommen.

Jakarta - Nach einem neuerlichen Ausbruch des Vulkans Merapi auf der indonesischen Hauptinsel Java am Samstag haben die Streitkräfte an den Berghängen lebenden Dorfbewohner zwangsweise in Sicherheit gebracht.

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Bei der chaotischen Evakuierung kam nach Angaben des Roten Kreuzes eine 44-jährige Frau ums Leben. Damit starben bereits 36 Menschen seit dem ersten Ausbruch am Dienstag. Die mächtige, insgesamt 21-minütige Eruption führte zur vorübergehenden Schliessung des 20 Kilometer entfernten Flughafens von Yogyakarta.

Zu dem erneuten Ausbruch sei es am frühen Morgen gekommen, berichtete ein Vulkanologe. Einige Dorfbewohner lehnten es ab, ihre Häuser zu verlassen. Als Begründung gaben sie an, ihr Vieh und ihre Unterkünfte schützen zu wollen.

Derzeit seien mindestens 47'000 Menschen, die rund um den Vulkan leben, in Lagern der Regierung oder bei Angehörigen und Freunden untergebracht, teilte der Nationale Katastrophenschutzstab mit.

Während die Behörden bereits von einem Nachlassen der Vulkanaktivität gesprochen hatten, warnte der Leiter des nahegelegenen Vulkan-Zentrums am Samstag davor, dass das Schlimmste noch bevorstehen könnte.

Über 400 Tsunami-Tote

Hunderte Kilometer weiter westlich ist die Zahl der Todesopfer nach dem Tsunami am Samstag auf mindestens 413 gestiegen. Zwar wurden 135 Vermisste lebend gefunden, dennoch wurden 163 Menschen weiter vermisst, wie Mitarbeiter des Krisenzentrums mitteilten.

Die Rettungskräfte befürchten, dass viele der Vermissten von der Flutwelle am Montag ins Meer gerissen wurden. 23'000 Menschen auf den Mentawai-Inseln vor Sumatra verloren durch die Flutwelle ihr Obdach.

Sturm machte Anlieferung von Hilfsgütern unmöglich

Die Versorgung der Überlebenden mit Lebensmitteln, Wasser und Decken bereitete weiter Schwierigkeiten. Einige abgelegene Küstendörfer waren nur zu Fuss oder über das Meer zu erreichen. Ein Sturm und bis zu sechs Meter hohe Wellen verhinderten jedoch die Anlieferung von Hilfsgütern und Arznei mit Helikoptern oder Schiffen.

Insgesamt kosteten die beiden Naturkatastrophen in dem südostasiatischen Staat damit mindestens 449 Menschen das Leben.

(bang/sda)

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