BP saugt vor US-Küste 40 Prozent des Öls ab
publiziert: Dienstag, 18. Mai 2010 / 13:16 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 18. Mai 2010 / 20:13 Uhr

Washington - Im Kampf gegen die Ölpest im Golf von Mexiko saugt BP nach eigenen Angaben jetzt doppelt so viel Öl aus dem Wasser wie bisher. Mit dem in das beschädigte Bohrloch eingeführte Rohr würden 2000 der täglich ausströmenden 5000 Barrel Öl aufgefangen, teilte der britische Konzern mit.

BP macht im Golf von Mexiko Fortschritte bei der Öl-Absaugung.
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Am Montag war das wegen der Umweltkatastrophe stark in die Kritik geratene Unternehmen noch davon ausgegangen, mit dem Absaugrohr 1000 Barrel Öl einsammeln zu können. Der Konzern geht inzwischen davon aus, dass ihn die Säuberungsarbeiten und Entschädigungen mehr kosten werden als bisher veranschlagt.

625 Mio. Dollar Kosten

Die Kosten würden sich auf 625 Millionen Dollar belaufen, 175 Millionen mehr als vor fünf Tagen angenommen. Seit Donnerstag habe sich die Zahl der Entschädigungsansprüche auf 15'600 mehr als verdoppelt, teilte BP weiter mit. Von diesen seien 2700 bereits beglichen worden.

Die Ölpest hat derweil erste personelle Konsequenzen in den USA. Der für die Kontrolle der Tiefsee-Bohrungen zuständige Abteilungsleiter der US-Behörde für Mineralienförderung (MMS), Chris Oynes, ist zurückgetreten.

Scharfe Kritik von Obama

Dem Schritt vorausgegangen war scharfe Kritik von Präsident Barack Obama. Er hatte sich über die zu enge und «behagliche» Beziehung zwischen der Behörde und der Ölindustrie beklagt.

Nach dem Fund von Teerklumpen vor Florida befürchten Meeresforscher zudem, dass sich der Öl-Teppich im Golf von Mexiko weiter ausbreitet als bislang angenommen. Am Montag (Ortszeit) waren rund 20 Klumpen an der Südspitze der Inselgruppe der Florida Keys gefunden worden.

Mit Stömung an die Ostküste?

Unabhängige Wissenschaftler befürchten, dass das ins Meer sprudelnde Öl von einer Strömung erfasst wird, um den Südzipfel Floridas herumwandert und so die Ostküste des Staates erreicht.

Im Golf von Mexiko fliessen seit der Explosion und dem Untergang der Bohrinsel «Deepwater Horizon» am 20. April täglich Hunderttausende Liter Öl ins Meer. US-Präsident Barack Obama will eine Kommission zur Untersuchung der Katastrophe einsetzen.

(fest/sda)

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