Bahnverkehr normalisiert sich
publiziert: Mittwoch, 4. Okt 2006 / 20:22 Uhr

Bern - Nach den sturmbedingten Unterbrüchen auf dem SBB-Netz hat sich der Bahnverkehr schnell wieder normalisiert.

Die Gotthardstrecke ist wieder zweispurig befahrbar.
Die Gotthardstrecke ist wieder zweispurig befahrbar.
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Am frühen Abend konnte auch die Gotthardstrecke im Tessin wieder doppelspurig befahren werden, nachdem ein Erdrutsch niedergegangen war. Der Erdrutsch zwischen Biasca und Osogna hatte am Dienstag um 22.10 Uhr für einen Unterbruch des Zugverkehrs zwischen Biasca und Bellinzona bis am Morgen gesorgt. Es wurden Bahnersatzbusse eingerichtet und der Nachtverkehr über den Simplon umgeleitet, wie SBB-Sprecher Christian Ginsig auf Anfrage sagte.

Ein Zug des EuroNight Roma wurde durch den Erdrutsch blockiert, und die Passagiere mussten im Zug übernachten. Mit einer Verspätung von fünf bis sechs Stunden konnten sie ihre Reise in Richtung Florenz/ Rom um 8 Uhr wieder aufnehmen.

Wieder zweispurig

In der Folge blieb bis am Mittwoch um 17.30 Uhr eines der beiden Geleise der Gotthardbahn-Strecke gesperrt. Danach konnte der Nord- Süd-Verkehr laut Ginsig wieder zweispurig geführt werden.

Die meisten übrigen Züge in der Schweiz verkehrten bereits heute Mittwochmorgen wieder nach Fahrplan. Betroffen von den Unwettern war vor allem der regionale Schienenverkehr; auf die nationalen Verbindungen hatten die Unterbrüche kaum Auswirkungen.

Behinderung in Luzern

Mit der grössten Behinderung hatte am Dienstagabend der Bahnhof Luzern zu kämpfen. Auf der Höhe des Hotels Gütsch - kurz vor der Einfahrt in den Bahnhof - habe ein umstürzender Baum die Fahrleitung weggerissen und die Geleise blockiert, sagte Ginsig. Während rund einer Stunde war der Bahnhof lahmgelegt.

Trotz der schnellen Reaktion der SBB sei es für viele Passagiere zu erheblichen Verspätungen gekommen. Mehrere hundert Leute seien betroffen gewesen. Über Nacht wurde die beschädigte Fahrleitung repariert.

Fahrleitung weggerissen

Auch im Raum Winterthur hatte ein umstürzender Baum kurz nach 20 Uhr eine Fahrleitung weggerissen. Betroffen war die S29 in Richtung Etzwilen. Zwischen Seuzach und Etzwilen wurden Bahnersatzbusse eingesetzt. Um 23 Uhr war die Leitung wieder repariert.

(ht/sda)

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