Autofahren wird wieder billiger :
Benzinpreise purzeln auf breiter Front
publiziert: Dienstag, 11. Apr 2000 / 14:36 Uhr

Zürich - Die Benzinpreise in der Schweiz purzeln auf breiter Front: Mehrere grosse Mineralölgesellschaften verlangen ab dem (morgigen) Mittwoch drei Rappen weniger für einen Liter Benzin. Diesel wird einen Rappen pro Liter billiger.

Damit müssten die Autofahrer für bleifreies Benzin 95 bei Migrol je nach Region zwischen 1,33 Fr. und 1,36 Fr. bezahlen, sagte Migrol-Tankstellenchef Patrick Martin am Dienstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda zu einem entsprechenden Artikel im «Blick». Bleifreies Benzin 98 sei drei Rappen teurer. Beim Diesel werde 1,36 Fr. pro Liter verlangt. Damit sei das Preisniveau von Anfang März wieder erreicht, sagte Martin. Seither sei der Kraftstoffpreis bei Shell drei Mal gesenkt worden, sagte der Leiter des Shell-Tankstellengeschäfts Mario Tonini. Bei BP sei der höchste Preis an der Zapfsäule am 9. März mit 1,425 Fr. pro Liter Bleifrei 95 registriert worden, sagte BP- Sprecherin Cornelia Seiler. Preisrutsch in Rotterdam Als Grund für die Senkungen geben die Gesellschaften einen Preisrutsch für Benzin und Diesel am Rotterdamer Spotmarkt an. Der Preis für eine Tonne Benzin habe zu Wochenbeginn um zehn Dollar auf 280 Dollar pro Tonne nachgegeben, sagte Tonini. Eine Tonne Diesel sei um rund drei Dollar auf 236,5 Dollar/t gesunken. Auch der Preis für Öl der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) brach weiter ein. Ein Fass (159 Liter) OPEC-Öl habe am Montag nur noch 20,99 Dollar gegenüber 22,24 Dollar am letzten Freitag gekostet, teilte das OPEC-Sekretariat in Wien mit. Die OPEC hatte ihre Förderung ab April um sechs Prozent erhöht, um den explodierten Ölpreis zu drücken. Ein Fass OPEC-Öl hatte sich von unter zehn Dollar innerhalb eines Jahres auf über 30 Dollar verteuert. Das Kartell strebt jetzt einen Richtpreis von 25 Dollar an. Auch Franken und Frachtkosten beeinflussen Benzinpreise Als weiteren Grund für die tieferen Preise an Schweizer Zapfsäulen führte BP-Sprecherin Seiler den gegenüber dem Dollar wieder stärkeren Franken an. Dagegen seien die Frachtpreise für den Schifftransport auf dem Rhein von Rotterdam nach Basel gegenwärtig auf tiefem Niveau stabil. Laut Martin müssen zur Zeit für eine Tonne 10 Fr. bezahlt werden. Normal seien Preise im Bereich 15 Fr. bis 20 Franken. Das tiefe Niveau sei auf den harten Konkurrenzkampf und den «idealen» Wasserstand des Flusses zurückzuführen, sagte Martin.

Nervöse Märkte
Am Dienstag entwickelten sich die Preise in Rotterdam wieder unterschiedlich: Während eine Tonne Benzin sich weiter verbilligte und am Mittag bei 275 Dollar/t notierte, stieg der Dieselpreis wieder auf 239 Dollar pro Tonne. Die Börse sei sehr nervös, sagte Martin. Der Preissturz von zehn Dollar am Montag habe im Rahmen der normalen Tagesschwankungen gelegen, sagte Tonini. Wegen der grossen Ausschläge sei es immer schwierig zu interpretieren, ob der Trend nach unten zeige oder die Verbilligung lediglich auf Schwankungen zurückzuführen sei.
Deshalb warte man zwei bis drei Tage mit Preissenkungen. Zur Zeit «sind wir der Meinung, dass es richtig ist, nach dem Rutsch von zehn Dollar, eine Preissenkung» vorzunehmen, sagte Tonini.
Dass die Tendenz nach unten anhalte, sei möglich, wenn am Markt wegen der gesteigerten Öl-Fördermengen erwartet wird, dass bald wieder ein Überfluss vorhanden ist. Dann kämen die Preise weiter unter Druck, sagte Tonini. Dies sei aber schwierig vorherzusagen. Es gebe nur eines: Abwarten und Schauen, wie die Bewegungen ausfallen.

(sda)

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