Gefahr vorläufig gebannt
Bewohner der Hochwassergebiete können aufatmen
publiziert: Mittwoch, 30. Jul 2014 / 11:37 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 30. Jul 2014 / 22:53 Uhr
In Olten wurden Beaver Elemente als Schutz gegen das Hochwasser aufgestellt.
In Olten wurden Beaver Elemente als Schutz gegen das Hochwasser aufgestellt.

Bern - Das Schlimmste dürfte überstanden sein: Die Behörden haben für die Unwettergebiete in der Schweiz vorsichtige Entwarnung gegeben. Zwar ist das Ende des Dauerregens in Sicht, doch sind nach wie vor Überschwemmungen und Erdrutsche möglich.

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"Die Hochwassersituation hat sich in den betroffenen Regionen entspannt", sagte Silvia Morf vom Bundesamt für Umwelt (BAFU) auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Allerdings müssten Seen und Flüsse weiterhin im Auge behalten werden.

Dazu zählen im Kanton Bern die Emme und der Brienzer- und Thunersee. Die Abflussmenge aus den Hochwasserstellen des Thunersees wurde erhöht. Die Stadtberner Feuerwehr hat zudem die Schutzmassnahmen an der Aare vorsorglich verstärkt. Laut Morf werden die Pegel der grossen Seen wie etwa des Bodensees weiter steigen.

Insgesamt entspannte sich die Lage aber. Das BAFU geht davon aus, dass das Schlimmste ausgestanden ist, obwohl am Alpennordhang weitere 20 bis 40 Liter Regen pro Quadratmeter fielen. Laut der Naturgefahrenkarte besteht derzeit eine mässige Gefahr für Hochwasser. Das entspricht der zweiten von fünf Gefahrenstufen.

Risiko für Erdrutsche bleibt

Optimistisch stimmen den Bund die Wetteraussichten für Donnerstag und Freitag. Die Meteorologen erwarten mehrheitlich trockenes Wetter. Lokal werde es aber noch Schauer und Gewitter geben, hiess es bei MeteoSchweiz auf Anfrage.

Der Wetterdienst MeteoNews warnte, dass Überschwemmungen und Erdrutsche wegen den gesättigten Böden nach wie vor möglich seien. Für eine definitive Entwarnung sei es also noch zu früh.

Insbesondere die Bevölkerung in den Unwettergebieten traut der Sache noch nicht. Man sei "über jeden Tropfen Regen, der vom Himmel fällt, grundsätzlich besorgt", sagte Georges Wüthrich, Informationschef des Führungsstabs Emmental, auf Anfrage. Sorgen bereiten vor allem die Hänge oberhalb von Seitenbächen, die bei weiteren Niederschlägen ins Rutschen geraten könnten.

Deshalb werden an diesen Hängen vorsorglich Bäume gefällt, damit diese bei einem Murgang nicht die Bäche verstopften. Für Mensch und Tier drohe aber keine weitere Gefahr. Man sei "leicht optimistisch", was die Gefahr weiterer Schäden betreffe, erklärte Wüthrich.

Noch keine volle Entwarnung

Rund hundert Zivilschützer sowie die Armee stehen im Emmental im Einsatz. In Schangnau errichten sie eine Notbrücke. Polizei und Feuerwehr haben ihre Einsätze vorerst beendet, nicht zuletzt, um Kräfte zu tanken.

Auch in Sumiswald BE und Wasen BE, wo der Hornbach am Montag grosse Schäden angerichtet hatte, haben Polizei und Feuerwehr ihren Einsatz grösstenteils beendet. Zivilschützer befreien nun die Bachufer von Schwemmholz, wie Philipp Mürner vom Regionalen Führungsorgan erklärte.

Millionenschäden verursacht

Grosse Schäden hatte das Unwetter am Montag auch in Altstätten SG angerichtet. Bei der Gebäudeversicherungsanstalt des Kantons St. Gallen (GVA) gingen 230 Schadensmeldungen ein. 170 davon betrafen Altstätten, 60 Berneck.

Den Gesamtschaden schätzt der stellvertretende Direktor der GVA, Christian Grünenfelder, auf 5 bis 8 Millionen Franken. "Das ist die grösste Schadenssumme, die dieses Jahr gemeldet wurde", sagte er.

(bert/sda)

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