Zurückhaltende Holznutzung
Binding Waldpreis 2016 geht an Basadingen-Schlattingen TG
publiziert: Dienstag, 26. Apr 2016 / 11:10 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 26. Apr 2016 / 13:46 Uhr
Die Bürgergemeinde führt in ihrem Wald keine radikalen Holzschläge mit Grossmaschineneinsatz durch.
Die Bürgergemeinde führt in ihrem Wald keine radikalen Holzschläge mit Grossmaschineneinsatz durch.

Basel - Der Binding Waldpreis 2016 geht an die Thurgauer Bürgergemeinde Basadingen-Schlattingen. Diese erhält den mit 200'000 Franken höchstdotierten Umweltpreis der Schweiz für ihre zurückhaltende Holznutzung.

Laut der Sophie und Karl Binding Stiftung reicht Nachhaltigkeit kaum aus, um eine dauerhaft ausgewogene Wirtschaftsweise zu erreichen. Als zukunftsweisenden Ansatz, um Bedürfnisse zukünftiger Generationen zu decken, bezeichnet die Stiftung in einer Mitteilung vom Dienstag die Suffizienz, also das Streben nach einem möglichst geringen Ressourcenverbrauch.

Deswegen zeichnet sie die Bürgergemeinde Basadingen-Schlattingen mit dem Binding-Waldpreis 2016 aus. Die Preisträgerin zeige beispielhaft, wie nach dem Prinzip "weniger ist mehr" erfolgreich Waldbewirtschaftung betrieben werden könne.

Kein Grossmaschineneinsatz

So führt die Bürgergemeinde in ihrem 308 Hektaren grossen Wald keine radikalen Holzschläge mit Grossmaschineneinsatz durch. Die Bürgergemeinde verzichte bewusst auf kurzfristige Gewinnmaximierung. Altbäume fälle sie erst, wenn sie am Ende ihrer Lebenskraft angelangt seien, schreibt die Stiftung.

Im Jahr 2009 schloss Basadingen-Schlattingen zudem einen Nutzungsverzichtsvertrag für Alteichen mit dem kantonalen Forstamt ab. Derzeit beherbergt der Wald rund 2500 Fichten, 900 Eichen, 300 Buchen und 300 Tannen, allesamt mit einem Umfang von mehr als zwei Metern.

Ökonomisch und ökologischer Gewinn

Die Selbstbeschränkung zahlt sich laut der Stiftung in der Zukunft aus. Dies einerseits ökonomisch - so stehen in dem Wald von Basadingen-Schlattingen heute Bäume, die zum Teil schon rund 200 Jahre alt sind und mit ihrer überdurchschnittlichen Holzqualität sehr wertvoll sind.

Andererseits führt die Stiftung auch den ökologischen Mehrwert an: Der Wald ist gut durchmischt, ist dadurch widerstandsfähiger und bietet zudem seltenen Tier- und Pflanzenarten Lebensraum. So findet sich in dem ausgezeichneten Wald die bedrohte Lungenflechte oder der seltene Grosse Rosenkäfer.

Dafür wird die Bürgergemeinde am Donnerstag 23. Juni 2016 mit dem 30. Binding Waldpreis geehrt. Die Sophie und Karl Binding Stiftung zeichnet jeweils Waldbesitzende aus, die ihren Wald vorbildlich und nach den Grundsätzen der Nachhaltigkeit pflegen und nutzen. Das Kuratorium, ein Rat von Forstfachleuten, schlägt die Preisträger vor.

(kjc/sda)

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