Bis 700 000 Kubikmeter Fels stürzen auf Gletscher
publiziert: Donnerstag, 13. Jul 2006 / 21:31 Uhr

Grindelwald - Im Felssturzgebiet am Eiger ob Grindelwald sind am Abend knapp ein Drittel der absturzgefährdeten rund 2 Millionen Kubikmeter Felsmasse abgebrochen.

Die Felsmassen stürzten auf den unteren Grindelwaldgletscher.
Die Felsmassen stürzten auf den unteren Grindelwaldgletscher.
3 Meldungen im Zusammenhang
Rund 500 000 bis 700 000 Tonnen Fels krachten auf den unteren Grindelwaldgletscher, wie Kurt Amacher, Rettungschef von Grindelwald, eine Meldung in der «Tagesschau» des Schweizer Fernsehens bestätigte. Das Gestein sei nach Aussagen des Wirtes im Berggasthaus Bäregg, das auf der gegenüberliegenden Talseite liegt, kurz vor 20.00 Uhr zu Tale gedonnert.

Über Grindelwald schwebte am Abend eine dicke Staubwolke. Amacher rechnete weiterhin damit, dass der Rest der 2 Millionen Kubikmeter Fels auch noch abbrechen wird. Ein Mitglied der Wirtefamilie Burgener der «Bäregg» berichtete auf Anfrage, drei Übernachtungsgäste hätten das Naturschauspiel direkt mitverfolgt.

Ruhige Nacht erwartet

Vor dem Absturz hätten sich im Fels Spalten und Risse geöffnet. Die Gäste hätten sich nach draussen begeben und im Freien zuschauen können, wie die 500 000 bis 700 000 Kubikmeter Stein mehrheitlich auf einen Rutsch ins Tal donnerten. Nun erwarte man aber eine ruhige Nacht.

Laut Aussagen des Geologen Hans Rudolf Keusen stürzte die rechte Partie der Felsnase ab. Diese habe sich seit mehreren Tagen stark zerlegt, weshalb ein Abbruch an dieser Stelle eigentlich zu erwarten gewesen sei, sagte er auf Anfrage.

Knapp ein Drittel weggebrochen

Die linke Partie der Felsnase präsentiere sich von der Front her relativ kompakt. Sie bewege sich nicht so stark wie vor dem Absturz die rechte. Einen sofortigen Absturz der linken Felspartie erwartet Keusen nicht. Allerdings könnte dieser durchaus auch nur eine Frage von Tagen sein.

Zu Tale gegangen sind nach Schätzung des Geologen nicht ganz ein Drittel der gesamten vom Absturz bedrohten Felsmasse. Am Vormittag war bereits eine markante Felsnadel, die rund 30 Meter hohe so genannte «Madonna», auf den Gletscher gestürzt.

(lg/sda)

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