Bonfol-Sanierungskonzept hart kritisiert
publiziert: Freitag, 14. Mai 2004 / 15:18 Uhr / aktualisiert: Freitag, 14. Mai 2004 / 15:39 Uhr

Basel - Das Konzept der Basler Chemischen Industrie (BCI) zur Sanierung der jurassischen Chemiemülldeponie Bonfol wird von Umweltorganisationen als untauglich kritisiert. Sie fordern den Rücktritt der BCI-Projektleitung.

Greenpeace fand auf der jurassischen Giftmülldeponie Dioxin.
Greenpeace fand auf der jurassischen Giftmülldeponie Dioxin.
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Für ihre Kritik stützen sich die im Collectif Bonfol zusammengeschlossenen Greenpeace, Pro Natura, WWF, GBI und Grüne Frankreich auf ein von ihnen in Auftrag gegebenes Gutachten, das in Basel vorgestellt wurde.

Es kommt zum Schluss, dass das BCI-Projekt nicht dem heutigen Stand der Technik entspricht und die Durchführung zu gefährlich wäre.

Das Vertrauen in die BCI sei zerstört, sagte Stefan Füglister von Greenpeace Schweiz vor den Medien. Das Collectif Bonfol fordere deshalb neben den dringend notwendigen technischen Verbesserungen die Absetzung der BCI-Projektleitung zugunsten einer unabhängigen Projektorganisation.

Kritik an Schredder-Methode

Die Gutachter des Collectif Bonfol bemängelten unter anderem die Absicht, den ausgegrabenen Chemiemüll trotz möglicher Explosivstoffe schreddern zu lassen. Kein Verständnis zeigen sie auch für den Verzicht auf eine Abluftreinigung beim Aushub: Dabei werde die Luftreinhalteverordnung verletzt.

Die Gutachter mahnen aber auch zur Eile. Entgegen den Aussagen der BCI werde der lehmige Untergrund der Deponie von auslaufenden Flüssigkeiten stets stärker belastet. Damit werde ein Durchbruch giftiger Chemikalien ins Grundwasser immer wahrscheinlicher.

BCI gibt sich uneinsichtig

Die BCI hält ihrerseits an der Machbarkeit ihres Projekts fest. Diese sei durch Fachexperten bestätigt. Das Projekt berücksichtige auch sämtliche Umweltaspekte sowie die Arbeitssicherheit, teilte die BCI mit. Für konstruktive Verbesserungsvorschläge sei die BCI offen.

Das im vergangenen Dezember eingereichte BCI-Konzept sieht vor, die rund 150 000 Tonnen Abfälle bis im Jahr 2013 auszuräumen und in Anlagen im europäischen Ausland verbrennen zu lassen.

(fest/sda)

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