Camenisch-Sympathisanten in Zürich verhaftet
publiziert: Samstag, 8. Mai 2004 / 18:17 Uhr / aktualisiert: Samstag, 8. Mai 2004 / 19:15 Uhr

Zürich - Eine unbewilligte Solidaritätskundgebung für den wegen Mordes angeklagten Marco Camenisch in Zürich hat mit einer Verhaftungsaktion geendet. Die Polizei kesselte rund 70 Jugendliche ein und nahm alle fest.

Die Demonstranten forderten die Freilassung von Marco Camenisch.
Die Demonstranten forderten die Freilassung von Marco Camenisch.
Beim Schifflände-Platz am Limmatquai hatten sich nach 14 Uhr 80 bis 100 Autonome versammelt, die teilweise dem schwarzen Block angehören. Ein Teil war auch aus Italien angereist, wo Camenisch wegen Sprengstoffdelikten mehrere Jahre im Gefängnis gesessen hatte.

Auf Transparenten und in Sprechchören verlangten die Jugendlichen Freiheit für den Bündner "Öko-Terroristen" Camenisch. Dieser muss sich ab Montag wegen Mordes vor dem Zürcher Geschworenengericht verantworten.

Die teils vermummten Autonomen, die Knallkörper abfeuerten, zogen - von einem massiven Polizeiaufgebot begleitet - entlang des Limmatquais und durch das Niederdorf zum Obergericht. Dort wurden sie beim Kunsthaus von der Polizei eingekesselt.

70 Personen festgenommen

Insgesamt wurden 70 Personen festgenommen, wie die Zürcher Stadtpolizei mitteilte. Unter den Verhafteten war auch die Zürcher Politaktivistin Andrea Stauffacher, die in das Restaurant beim Kunsthaus geflüchtet war.

Vor der Verhaftungksaktion hatten die Jugendlichen laut Polizeiangaben Steine und Flaschen geworfen und versucht, ins Kunsthaus zu gelangen. Die Polizei feuerte beim Obergericht in einem kurzen Einsatz Gummischrot gegen die Demonstrierenden.

Flucht ins Kunsthaus

Während der Verhaftungsaktion gelang einigen Jugendlichen die Flucht ins Kunsthaus, wo sie mit grossen Stehaschenbechern eine Glastüre zertrümmerten. Weitere Schäden seien jedoch verhindert worden, teilte die Polizei mit. Camenisch, der in den 80er-Jahren als militanter AKW-Gegner Sprengstoffanschläge auf Strommasten beging, gilt seither bei Linksautonomen als Symbol des Widerstands. Er machte im Gefängnis mehrmals durch Hungerstreiks auf sich aufmerksam. Am Montag steht er vor Gericht, weil er unter anderem vor 14 Jahren auf der Flucht einen Zöllner erschossen haben soll.

(rp/sda)

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