Das Ende der Schweizer Gletscher
publiziert: Freitag, 8. Dez 2006 / 12:50 Uhr / aktualisiert: Freitag, 8. Dez 2006 / 13:26 Uhr

Bern - Der Sommer 2006 war zu heiss für die Schweizer Gletscher. Zwischen drei und vier Prozent an Masse und zwei bis zweieinhalb Meter an Dicke haben sie verloren. Und eine Wende in dieser Entwicklung ist nicht in Sicht.

»Die Gletscher machen Platz frei für neue Fauna und Flora.«
»Die Gletscher machen Platz frei für neue Fauna und Flora.«
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«In zirka zehn Jahren werden rund 20 Prozent der Schweizer Gletscher geschmolzen sein», sagte Martin Funk, Glaziologe der ETH Zürich. Er bestätigte damit einen entsprechenden Bericht der Nachrichtensendung «10 vor 10» vom Donnerstag. Bis in 100 Jahren seien sie fast ganz verschwunden.«

Welcher der etwas mehr als 100 beobachteten Gletscher am meisten geschmolzen ist, kann Funk noch nicht sagen. Die zwischen August und Oktober erhobenen Daten sind erst im Januar fertig ausgewertet. »Sicher ist aber, dass alle Schweizer Gletscher an Masse verloren haben.«

Der Triftgletscher

Und noch etwas kann Funk mit Sicherheit sagen. Während der Triftgletscher BE in den letzten Jahren immer am meisten an Länge verloren hat - in der Messperiode 2003/2004 waren es 134 Meter, 2005/ 2006 waren es gar 216 Meter -, ist der Rückgang heuer nicht mehr so gross.

Grund zur Freude gibt diese Nachricht jedoch nicht. Denn: »Der Rückzug der Zunge wurde vom See, der diese umgab, noch verstärkt.« Mittlerweile habe sich der Gletscher jedoch so weit zurückgezogen, dass die Zunge nicht mehr im See liege, sagt Funk.

Gemäss Funk hat der kontinuierliche Gletscherschwund im Moment noch keinen grossen Einfluss auf die Tier- und Pflanzenwelt der Schweizer Bergwelt. Mit dem Weitergang der Entwicklung wird sich dies jedoch ändern. »Die Gletscher machen Platz frei für neue Fauna und Flora.«

Sorgen macht dem Glaziologen aber vor allem der Verlust der Wasserspendung durch die Gletscher, die zur heutigen Zeit noch grosszügig ist. »Fällt diese weg, könnte vermehrte Trockenheit in den Tälern negative Folgen haben.«

(dl/sda)

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