Steigende Pegel in Flüssen
Dauerregen fordert Todesopfer in Glarus
publiziert: Freitag, 13. Mai 2016 / 13:08 Uhr / aktualisiert: Freitag, 13. Mai 2016 / 19:10 Uhr

Bern - Die starken Regenfälle in der Schweiz haben ein Todesopfer gefordert. Im Kanton Glarus löste sich ein Murgang und riss einen Bauarbeiter mit. Der Mann konnte nur noch tot geborgen werden.

3 Meldungen im Zusammenhang
Nach mehrstündigen intensiven Sucharbeiten in schwierigem Gelände bei Regen und der Gefahr von Nachrutschen wurde der Mann tot geborgen, wie die Kantonspolizei Glarus kurz nach Mittag mitteilte. Die Umstände des Unfalls sind unklar.

Beim Todesopfer handelt es sich um einen Bauarbeiter, der mit einem Berufskollegen Sanierungsarbeiten auf einer Bergstrasse oberhalb des Ortes Reitimatt bei Linthal GL ausgeführt hatte. Einer der Arbeiter wurde vom Murgang mitgerissen, die andere Person blieb unverletzt.

Bei der Suchaktion standen rund 40 Personen der Feuerwehr, der Alpinen Rettung und der Polizei sowie ein Care-Team im Einsatz.

Keller und Strassen im Kanton Bern überflutet

Wegen der Niederschläge trafen auch bei der bernischen Polizei seit Donnerstagabend 36 Meldungen ein. Es kam zu überfluteten Kellern, kleineren Erdrutschen und überfluteten Strassen, wie Ramona Mock, Mediensprecherin der Kantonspolizei Bern, auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda sagte. Vereinzelt fielen auch Bäume auf Strassen.

In der Schweiz war der Regen im Tessin am stärksten. Im Mittel- und Südtessin gingen über 100 Millimeter Regen nieder, wie Ludwig Zgraggen von Meteoschweiz auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda sagte. Im Mendrisiotto habe es innerhalb vom 24 Stunden gar 140 Millimeter geregnet.

Das Mittelland war weniger stark betroffen. Zwischen Grenchen im Kanton Solothurn bis ins Baselbiet gingen zwischen 50 bis 80 Millimeter Regen nieder, vor allem im Jura. Niederschläge bis zu 70 Millimeter gab es teilweise auch im Appenzell, Toggenburg sowie am östlichen Alpennordhang bis ins Glarnerland und in die Zentralschweiz.

Starker Regen in den Voralpen erwartet

Wenig Regen gab es im Genferseegebiet oder im Engadin. «Gesamtschweizerisch hat es doch ziemlich stark eingeschenkt», sagte Zgraggen. Allerdings sei es nicht ungewöhnlich, dass es einmal im Jahr Niederschläge zwischen 50 und 80 Millimetern in 24 Stunden gibt.

Die Niederschläge hätten nun nachgelassen, auch auf der Alpen-Südseite. Bis am Samstagabend soll es in den östlichen und zentralen Voralpen noch einmal lokal zu Niederschlägen zwischen 50 bis 80 Millimeter kommen.

Die Schneefallgrenze bleibt mit 1700 und 2000 Meter jedoch relativ hoch, wie Ludwig Zgraggen festhielt. In den restlichen Gebieten der Deutschschweiz werde es weniger stark regnen. Erst am Pfingstmontag soll es zu einer Wetterberuhigung kommen.

(bert/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese wetter.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bern - Die starken Niederschläge der vergangenen Tage haben im Laufe ... mehr lesen
Mit dem vielen Wasser sind auch die Pegelstände der Seen und Flüsse in der Schweiz angestiegen.
Hochwasser im Kanton Aargau.
Bern - Die Regenfälle der ... mehr lesen
Bern - Die Hochwassersituation am Rhein ist auch am Samstag angespannt. ... mehr lesen
Die starken Regenfälle der letzten Tage hatten den Rhein und weitere Flüsse anschwellen lassen.
In Süddeutschland beginnt das Aufräumen.
Während im Süden aufgeräumt wird trifft es die nächste Region  Schwäbisch Gmünd - Gewitter mit Starkregen haben in Deutschland nach den verheerenden Unwettern im Süden nun auch Nordrhein-Westfalen getroffen. Laub und Schlamm verstopften Kanalrohre, das Wasser lief über die Strassen und flutete Keller. Verletzt wurde ersten Angaben zufolge niemand. mehr lesen 
Region westlich von Houston besonders betroffen  Washington - Bei schweren Unwettern im US-Bundesstaat Texas sind mindestens sechs Menschen getötet worden. Besonders betroffen war die Region westlich der Millionenstadt Houston, wie ... mehr lesen
Wasserstand steigt weiter  Heilbronn - Bei den schweren Unwettern und Überschwemmungen im deutschen Bundesland Baden-Württemberg ist die Opferzahl auf vier gestiegen. Am Sonntagabend starb ein 13 Jahre altes Mädchen an einer Bahnstrecke, wie die Polizei in Aalen am Montag meldete. mehr lesen  
Die Strasse zwischen Madra und Dandrio ist wegen eines Erdrutsches blockiert. (Symbolbild)
Überflutung und Stromausfälle in Teilen der Schweiz  Bern - Heftige Gewitter haben in der Nacht auf Sonntag in Teilen der Schweiz zu Überflutungen und Stromausfällen geführt. Im Tessin mussten ... mehr lesen  
Wir ermöglichen Werbekunden die Präsentation ihrer Inhalte (Unternehmens- oder Produkteinformationen) im Look & Feel von wetter.ch. Meldungen sind je nach Rubrikenzugehörigkeit speziell gekennzeichnet. Für deren Inhalt ist ausschliesslich der jeweilige Auftraggeber verantwortlich.

NEWS BUCHEN
Wenn auch Sie Ihre aktuellen Neuigkeiten zur richtigen Zeit und am richtigen Ort zielgruppen- gerecht publizieren möchten, wenden Sie sich bitte an unser Verkaufsteam.

WERBUNG BUCHEN Gerne beraten wir Sie kompetent und individuell auch zu weiteren vielfältigen Werbemöglichkeiten in unserem Netzwerk.
Chris Sigrist
Chris Sigrist, sigrist@wetter.ch
Mobile +41 (0)78 648 30 22
Skype chris_vadian_net
 
News
     
Der junge Picasso - Blaue und Rosa Perode 3. Februar - 26. Mai 2019 in der Fondation Beyeler in Riehen/Basel
Publinews Fondation Beyeler: 3. Februar - 26. Mai 2019  Als Kulturhöhepunkt des Jahres 2019 präsentiert die Fondation Beyeler Pablo Picassos frühe Meisterwerke der sogenannten Blauen und Rosa Periode in ... mehr lesen
Publinews Uhrenmuseum Beyer  Das Uhrenmuseum Beyer gilt als eine der grossen Attraktionen Zürichs. Es befindet sich an der berühmten Einkaufsmeile inmitten von Zürich und ist durch das Ladenlokal ... mehr lesen
Viele einheimische Tiere und Pflanzen sind zu sehen.
Publinews ENTDECKEN - BEGREIFEN - STAUNEN  Wie wär's mit einem Besuch im Naturmuseum Thurgau in Frauenfeld, um die vielfältige Natur der Region kennenzulernen? mehr lesen
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF