'Dennis' wird zum Hurrikan hochgestuft
publiziert: Donnerstag, 7. Jul 2005 / 21:05 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 7. Jul 2005 / 21:36 Uhr

Miami - Die Karibik und der US-Bundesstaat Florida werden von einem der schwersten Wirbelstürme seit Monaten bedroht. Das Nationale Hurrikanzentrum der USA in Florida stufte die Gefährlichkeit von "Dennis" hoch.

Über Jamaika ziehen sich dunkle Wolken zusammen.
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Mit Windgeschwindigkeiten von 165 Kilometern in der Stunde und noch schnelleren Böen gelte der erste Hurrikan des Jahres nun als Sturm der Stufe zwei auf der fünfstufigen Skala. Der Hurrikan wird dabei immer schneller. Meteorologen erwarten Spitzen von mehr als 200 Stundenkilometern.

Der Karibik drohen durch "Dennis" schwere Überschwemmungen und Erdrutsche. Die Karibikstaaten Jamaika, Dominikanische Republik und Haiti haben ihre Rettungsdienste in Alarmbereitschaft versetzt.

Warnung für Kuba

Auch für Kuba und den amerikanischen Stützpunkt Guantánamo auf der Insel gilt die Hurrikan-Warnung. Das Hurrikanzentrum erwartet Niederschläge von bis zu einem halben Meter. Damit sei nicht nur der Sturm eine Gefahr, auch die Fluten könnten lebensbedrohlich werden.

Der Sturm war am Donnerstagabend noch gut 120 Kilometer vor Jamaika. "Dennis" bewegte sich mit gut 20 Kilometern in der Stunde auf die Insel zu.

Vierter Sturm über Jamaika

"Dennis" wäre der vierte Tropensturm dieses Jahres, der Jamaika erreicht. Die Insel hat sich noch nicht von den Zerstörungen des Hurrikans "Ivan" im September vergangenen Jahres erholt.

Auch Florida bereitet sich auf "Dennis" vor, noch gab es aber keine offizielle Hurrikanwarnung. Solch ein Aufruf zum "Schutz von Leben und Eigentum" wird erst herausgegeben, wenn eine akute Gefahr innerhalb von 24 Stunden besteht.

Bereits in den vergangenen Tagen hat der Sturm "Cindy" Überschwemmungen an den Küsten des Golfs von Mexiko ausgelöst. Im Raum New Orleans waren 250 000 Häuser ohne Stromversorgung. Etwa 30 der gut 950 Ölplattformen im Golf mussten evakuiert werden.

(bert/sda)

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