Hochkarätiger Aufruf zum Erhalt des Planeten
Die Menschheit vor dem «Richter»
publiziert: Mittwoch, 18. Mai 2011 / 20:56 Uhr
Auf dem ironisch-benannten «Geniegipfel» tagten Spitzenwissenschaftler aus aller Welt.
Auf dem ironisch-benannten «Geniegipfel» tagten Spitzenwissenschaftler aus aller Welt.

Stockholm - Appelle zur Rettung vor globalen Gefahren gibt es viele, aber selten so hochkarätige: Nach zweitägigen Beratungen haben 20 Nobelpreisträger und noch einmal so viele führende Umwelt-Wissenschaftler in einem «Stockholm-Memorandum» von Entscheidungsträgern verlangt, «schleunigst und weitgehend» zur Bewahrung des Planeten zu handeln.

4 Meldungen im Zusammenhang
Die Spitzenwissenschaftler warnten am Mittwoch vor nicht mehr umkehrbaren Konsequenzen, falls es kein schnelles Eingreifen gegen den Klimawandel sowie andere Umweltgefahren und die weltweite Armut gebe: «Wir sind die erste Generation, die die globalen Gefahren für die Menschheit erkennt.»

In der Schwedischen Akademie der Wissenschaften, wo jedes Jahr im Oktober über die Nobelpreise für Physik, Chemie und Ökonomie entschieden wird, überreichten sie ihre Forderungen an die von UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon eingesetzte hochrangigen Expertengruppe zur globalen Nachhaltigkeit mit Ministern und Staatspräsidenten als Mitgliedern.

In ihren Empfehlungen setzen sich die Wissenschaftler unter anderem für nachhaltige Massnahmen zur Armutsbekämpfung und die Durchsetzung des Ziels von weniger als zwei Grad Celsius Klimaerwärmung ein. Dafür müssten die Kohlendioxidemissionen von 2015 an sinken. Nötig sei auch eine «Agrarrevolution, durch die mehr Nahrungsmittel auf nachhaltige Weise produziert werden», hiess es weiter.

«Umunkehrbare Konsequenzen» für unsere Welt

An dem von den Initiatoren leicht selbstironisch als «Geniegipfel» bezeichneten Symposium beteiligten sich unter anderem der deutsche Physik-Nobelpreisträger Peter Grünberg, der indische Wirtschaftspreisträger Amartya Sen und die südafrikanische Nobelpreisträgerin für Literatur, Nadine Gordimer.

Der in Mexiko geborene Chemie-Preisträger Mario Molina amtierte in Stockholm als «Richter» bei einem «Verfahren», in dem sich die Menschheit für ihre Behandlung des eigenen Planeten zu verantworten hatte. Das Urteil der wissenschaftlichen Jury: Das Verhalten der Menschen könne «abrupte und unumkehrbare Konsequenzen für die menschliche Gemeinschaft und die Ökosysteme haben.»

(dyn/sda)

Kommentieren Sie jetzt diese wetter.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Rom/Potsdam - Der Vatikan hat einen ... mehr lesen
Das Schmelzen der Gletscher ist ein Vorbote des Klimawandels. Bild: Foto-Aktion von Stanley Tunick und Greenpeace.
Bezüglich Umsetzung der Milleniumsziele zur Bekämpfung von Armut und Hunger besteht ein «hoffnungsvolles Bild».
Washington - Die Millenniumsziele zur Bekämpfung von Armut und Hunger können nach Einschätzung von Weltbank und Internationalem Währungsfonds (IWF) mit verstärkten ... mehr lesen
Bern - Immer mehr Menschen sind ... mehr lesen
Der UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon.
Bilder der Zerstörung auf Haiti.
Genf - Fast 300'000 Menschen sind ... mehr lesen
Ein männliches und ein weibliches Tier wurden bereits im vergangenen Jahr in dieser Gegend registriert.
Ein männliches und ein weibliches Tier wurden ...
Abschuss noch kein Thema  Sitten - Seit Anfang Jahr wurden im Oberwallis mehrere Schafe von Wölfen gerissen. Zur letzten Attacke kam es in der Nacht auf Montag. Das Rissmuster deutet auf einen Wolf hin. mehr lesen 
Ständerat schwenkt auf Linie des Nationalrats  Bern - Grosswasserkraftwerke sollen Subventionen erhalten, wenn sie den Strom zu tiefen Preisen ... mehr lesen  
Finanzhilfen für bestehende Grosswasserkraftwerke waren im ersten Massnahmenpaket zur Energiestrategie ursprünglich nicht vorgesehen.
Das Great Barrier Reef ist das grösste Korallenriffsystem der Welt.
Mehr als ein Drittel schon tot oder dabei abzusterben  Sydney - Wie befürchtet hat die massive Korallenbleiche am Great Barrier Reef in Australien verheerende Folgen. In der Nord- und Zentralregion seien mehr als ein Drittel der ... mehr lesen  
Diesel-Abgaswerte  Frankfurt - Daimler setzt nach eigenen Angaben als erster Autohersteller auf Partikelfilter bei Benzinmotoren. Das Vorhaben ist Teil einer Investition in Höhe von drei Milliarden Euro in umweltfreundlichere Motoren. mehr lesen  
Wir ermöglichen Werbekunden die Präsentation ihrer Inhalte (Unternehmens- oder Produkteinformationen) im Look & Feel von wetter.ch. Meldungen sind je nach Rubrikenzugehörigkeit speziell gekennzeichnet. Für deren Inhalt ist ausschliesslich der jeweilige Auftraggeber verantwortlich.

NEWS BUCHEN
Wenn auch Sie Ihre aktuellen Neuigkeiten zur richtigen Zeit und am richtigen Ort zielgruppen- gerecht publizieren möchten, wenden Sie sich bitte an unser Verkaufsteam.

WERBUNG BUCHEN Gerne beraten wir Sie kompetent und individuell auch zu weiteren vielfältigen Werbemöglichkeiten in unserem Netzwerk.
Chris Sigrist
Chris Sigrist, sigrist@wetter.ch
Mobile +41 (0)78 648 30 22
Skype chris_vadian_net
 
News
     
Rudolf Stingel: Untitled, 2013, Öl auf Leinwand, Foto: Christopher Burke Studio
Publinews Fondation Beyeler: 26. Mai - 5. Oktober 2019  Mit dem zeitgenössischen Maler Rudolf Stingel widmet die Fondation Beyeler ihre Sommerausstellung 2019 einem der höchstgehandelten Namen auf dem ... mehr lesen
Ausstellung KunstWerke 2019
Publinews Uhrenmuseum Beyer Zürich  Die Sonderausstellung «KunstWerke» im Uhrenmuseum Beyer präsentiert Meisterwerke von sechs unabhängigen Ausnahmekönnern: Dominique Buser, Cyrano Devanthey, Felix ... mehr lesen
Ausstellung: «Die Katze. Unser wildes Haustier»
Publinews Ausstellung im Naturmuseum Thurgau  Die Katze ist das beliebteste Haustier in der Schweiz. Mal ist sie anschmiegsam, oft distanziert, immer ist sie eigenwillig. Die neue Sonderausstellung im Naturmuseum ... mehr lesen
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF