Die Schweiz taucht mit Aktionen ins nasse Element
publiziert: Freitag, 21. Mrz 2003 / 16:43 Uhr

Bern - Mit fast vierzig Anlässen begeht die Schweiz bis Ende 2003 das Internationale Jahr des Wassers. Bundesrat Moritz Leuenberger hat das Aktionsprogramm lanciert. Die Bevölkerung soll sich der Bedeutung der Ressource bewusst werden.

Das Internationale Jahr des Wassers.
Das Internationale Jahr des Wassers.
Wie die Luft sei auch das Wasser unersetzbar und der freie Zugang für alle ein Menschenrecht, sagte Leuenberger. Er verwies auf die wichtige Rolle, die das Wasser im Irak-Krieg spielt. Seit den Bombardements im Golf-Krieg von 1991 habe nur einer von zwei Irakern Zugang zu sauberem Trinkwasser.

Wenn Wasser an einem Ort fehle, seien alle betroffen - dies könne Menschen in die Flucht treiben, sagte der Umweltminister auf dem Bundesplatz. Dort drehte sich alles ums Thema Wasser. In vier Überseecontainern gab es die Ausstellung Grundwasser - ein Schatz auf Reisen zu sehen.

Eine zweite Ausstellung widmete sich dem Wasserkreislauf. Die beiden Ausstellungen reisen in den nächsten Monaten durch die ganze Schweiz. Sie machen in verschiedenen Orten Halt. Die Ausstellungen gehören zum Aktionsprogramm, das im Rahmen des Internationalen Jahres des Süsswassers gegen vierzig Projekte zusammenfasst.

Die Projekte stehen unter der Trägerschaft der Bundesämter für Wasser und Geologie (BWG), für Umwelt, Wald und Landschaft (BUWAL) sowie der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA). Die aus über neunzig Projekten Ausgewählten bekommen einen finanziellen Zustupf. 1,25 Millionen Franken stehen dafür zur Verfügung.

Zum nationalen Aktionsprogramm gehören neben den Ausstellungen das Internet-Portal www.wasser2003.ch, eine Bildungskampagne in Schulen, Broschüren und Informationsmaterial. Die Post brachte zum Wasserjahr eine Sonderbriefmarke heraus. Hinzu kommen Projekte in den Partnerländern der Schweizer Entwicklungszusammenarbeit.

Doch nicht allein dem Wasser widmeten sich in der Schweiz Veranstaltungen: Mit dem Frühlingsanfang beging man auch den Internationalen Tag des Waldes. Dieser wurde in die Aktivitäten zum Thema Wasser eingebettet: Denn der Wald ist bedeutend, um das Trinkwasser-Vorkommen qualitativ wie quantitativ zu sichern.

(bert/sda)

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