Club of Rome warnt
Düstere Prognosen für das Klima
publiziert: Dienstag, 8. Mai 2012 / 10:31 Uhr
Ist ja noch weit weg. (Symbolbild)
Ist ja noch weit weg. (Symbolbild)

Rotterdam - Mehr Dürren, Fluten, Insekten und extremes Wetter: Der Klimawandel wird sich in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts dramatisch verstärken und dadurch viel Leid verursachen.

8 Meldungen im Zusammenhang
Zu diesem Ergebnis kommen Forscher in dem veröffentlichten Bericht «2052» an den Forscherverbund Club of Rome. «Die negativen Auswirkungen werden deutlich sein», warnte der Autor des Berichts, der norwegische Wirtschaftsexperte und Zukunftsforscher Jorgen Randers.

«Die Menschheit hat die Ressourcen der Erde ausgereizt und wir werden in einigen Fällen schon vor 2052 einen örtlichen Kollaps erleben», sagte Randers bei der Präsentation der Ergebnisse in Rotterdam. «Wir stossen jedes Jahr zweimal so viel Treibhausgas aus wie Wälder und Meere absorbieren können.»

Der Report erscheint 40 Jahre nach dem ersten grossen Bericht im Auftrag des Club of Rome und enthält Beiträge führender Wissenschafter, Ökonomen und Zukunftsforscher verschiedener Fachbereiche. Bereits 1972 hatte der Forscherverbund vor den Grenzen des Wachstums und vor Umweltverschmutzung gewarnt.

Massiver Temperaturanstieg

«Der Meeresspiegel wird um 0,5 Meter höher sein, das Arktiseis im Sommer verschwinden und das neue Wetter wird Landwirte und Touristen treffen», sagte der Experte voraus. Die Treibhausgasemissionen werden ihm zufolge erst 2030 ihren Höhepunkt erreicht haben.

Das sei zu spät, um den globalen Temperaturanstieg auf zwei Grad zu begrenzen, was als eben noch akzeptable Marke angesehen wird. Bis 2080 werde die Temperatur um 2,8 Grad steigen - was einen sich selbst verstärkenden Klimawandel auslösen könne.

Randers zufolge schadet die Wirtschaft mit ihrem steten Wachstum dem Klima und den Naturschätzen. Zudem macht sie nach den Berechnungen der Forscher oft schon jetzt keinen Gewinn mehr - verglichen mit dem Preis der Umweltzerstörung. Schnelles Handeln sei nötig, sagte der Generalsekretär des Club of Rome, Ian Johnson.

Gemäss dem Wirtschaftsexperten Randers wird sowohl der Bevölkerungs- als auch der Produktivitätszuwachs abnehmen. Viele Volkswirtschaften hätten ihr Entwicklungspotenzial ausgeschöpft und es gebe weniger Geburten, da immer mehr Menschen in Städten lebten und die Zahl ihrer Kinder selbst bestimmen könnten.

Nach seinen Berechnungen wird die Weltbevölkerung kurz nach 2040 bei 8,1 Milliarden ihren Höchststand erreichen und dann zurückgehen.

(bert/sda)

Kommentieren Sie jetzt diese wetter.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Etschmayer Das Leben in einer bestimmten geschichtlichen Epoche hat einen entscheidenden Nachteil für jene, die dann existieren: Sie sind ... mehr lesen 3
Mit einem Wisch in den Abfallkübel der Geschichte? Französiche Revolution.
Extrem heisse Sommer sind neben dem generellen Trend der Erderwärmung als neues Phänomen beobachtbar.
Washington - Extrem heisse Sommer ... mehr lesen
Kopenhagen - Erstmals seit Jahren ist der Ausstoss von Treibhausgasen 2010 ... mehr lesen
Deutschland, Polen und Grossbritannien sind für 56 Prozent des Treibhausgasanstiegs verantwortlich. (Symbolbild)
Weitere Artikel im Zusammenhang
Das Ausmass des Meeresanstiegs ist für hunderte Millionen von Küsten- und Inselbewohnern eine lebenswichtige Frage.
Paris - Japanische Wissenschafter wollen bei der Suche nach den Gründen für den Anstieg des Meeresspiegels das letzte Puzzlestück gefunden haben. Grund für den Anstieg der ... mehr lesen 5
ETH-Zukunftsblog Vom 4.-13. Mai werden in der ganzen Schweiz Veranstaltungen zu den «Tagen der Sonne» durchgeführt. Eine Gelegenheit für ... mehr lesen
Stefan Brönnimann ist Professor für Klimatologie am Oeschger Zentrum für Klimaforschung und am Geographischen Institut der Universität Bern.
Konstantinos Boulouchos ist Professor für Aerothermochemie und Verbrennungssysteme an der ETH Zürich. Er war koordinierender Autor der Studie «Energiezukunft Schweiz» der ETH Zürich.
Studien und Szenarien zur Energiezukunft in der Schweiz (und anderswo) haben Hochkonjunktur. Dies nicht nur aufgrund der begrenzten fossilen Energieträger und der klimarelevanten ... mehr lesen
Das Great Barrier Reef ist das grösste Korallenriffsystem der Welt.
Das Great Barrier Reef ist das grösste ...
Mehr als ein Drittel schon tot oder dabei abzusterben  Sydney - Wie befürchtet hat die massive Korallenbleiche am Great Barrier Reef in Australien verheerende Folgen. In der Nord- und Zentralregion seien mehr als ein Drittel der Korallen schon tot oder dabei, abzusterben, berichtete die James-Cook-Universität am Montag. mehr lesen 
UNO-Bericht  Sydney - Aus einem UNO-Bericht über Klimaschäden an wichtigen Tourismuszielen sind auf Druck aus Canberra alle Verweise auf Orte in Australien gestrichen worden. Wissenschaftler und ... mehr lesen
«Sie wollen den Australiern Sand in die Augen streuen ...» klagte Greenpeace-Aktivistin Shani Tager.
Dürren und andere Wetterextreme werden in den kommenden Jahrzehnten deutlich zunehmen. (Symbolbild)
Experten schlagen Alarm  Berlin - Dürren, Überschwemmungen und andere Wetterextreme schlagen weltweit Millionen Menschen ... mehr lesen  
Seen würden Wassermangel lindern  Birmensdorf - Stauseen könnten in Zukunft den Wassermangel lindern, der angesichts schwindender ... mehr lesen  
Der Griessee im Kanton Wallis wird vom Griesgletscher gespeist.
Wir ermöglichen Werbekunden die Präsentation ihrer Inhalte (Unternehmens- oder Produkteinformationen) im Look & Feel von wetter.ch. Meldungen sind je nach Rubrikenzugehörigkeit speziell gekennzeichnet. Für deren Inhalt ist ausschliesslich der jeweilige Auftraggeber verantwortlich.

NEWS BUCHEN
Wenn auch Sie Ihre aktuellen Neuigkeiten zur richtigen Zeit und am richtigen Ort zielgruppen- gerecht publizieren möchten, wenden Sie sich bitte an unser Verkaufsteam.

WERBUNG BUCHEN Gerne beraten wir Sie kompetent und individuell auch zu weiteren vielfältigen Werbemöglichkeiten in unserem Netzwerk.
Chris Sigrist
Chris Sigrist, sigrist@wetter.ch
Mobile +41 (0)78 648 30 22
Skype chris_vadian_net
 
Auch wenn das Wetter schön ist und du vielleicht rausgehen und Freunde treffen willst. Du musst jetzt zu Hause bleiben.
Einfach, schnell und zuverlässig  Der Schweizer Bundesrat hat am 16. März 2020 die ausserordentliche Lage ausgerufen, ab sofort gilt der nationale Notstand. Somit übernimmt der Bundesrat ... mehr lesen
News
         
Ausstellung von Jayn Erdmanski: Strange Theory of Light and Matter
Publinews Galerie vor der Klostermauer: 25. Okt. bis 17. Nov. 2019  Die St.Galler Künstlerin Jayn Erdmanski zeigt ab 25. Oktober ihre neuen Arbeiten in der Galerie vor der Klostermauer. In der ... mehr lesen
Publinews Ab in die römische Antike!  Der grösste Silberschatz der Antike, das imposante Theater, das romantische Römerhaus, spannende Mitmach-Aktionen, tolle Picknickplätze ... mehr lesen
Publinews Ausstellung bis 9. August 2020  Sitzt du noch oder bewegst du dich schon? Eine Ausstellung im Anatomischen Museum Basel thematisiert die Auswirkungen sportlicher Betätigung auf ... mehr lesen
-
Publinews Papiliorama  Tauchen Sie ein in die faszinierende Welt der Tiere und Pflanzen: erleben Sie das bunte Ballett der exotischen Schmetterlinge, welche frei um Sie herumfliegen, ... mehr lesen
Publinews Atzmännig, bekannt als Freizeitparadies vor den Toren Zürichs, mit seiner Rodelbahn, dem Freizeitpark und Seilpark, bietet Spass und Nervenkitzel mitten in der Natur. ... mehr lesen
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF