Düstere Prognosen über Folgen des Klimawandels
publiziert: Montag, 2. Apr 2007 / 14:22 Uhr / aktualisiert: Montag, 2. Apr 2007 / 14:44 Uhr

Brüssel - Die Experten des Welt-Klimarats (IPCC) haben düstere Prognosen über das Ausmass der Erderwärmung abgegeben: Selbst wenn der Treibhausgas-Ausstoss strikt reduziert werde, stiegen die Temperaturen in den kommenden Jahrzehnten weiter an.

Die neuesten wissenschaftlichen Ergebnisse sollen drastischer als je zuvor ausfallen.
Die neuesten wissenschaftlichen Ergebnisse sollen drastischer als je zuvor ausfallen.
14 Meldungen im Zusammenhang
Das geht aus dem Entwurf für den zweiten Teil ihrer Klimastudie hervor, über den rund 400 Spitzenforscher des UNO-Gremiums gegenwärtig hinter verschlossenen Türen beraten. «Die wissenschaftlichen Ergebnisse sind drastischer als je zuvor», sagte Catherine Pearce von der Umweltschutz-Organisation Friends of the Earth.

Am Freitag wollen die Forscher eine Zusammenfassung ihrer Erkenntnisse präsentieren. In dem rund 1400-seitigen Berichtsentwurf, der der Nachrichtenagentur AFP vorliegt, entwerfen die Klima-Experten dramatische Szenarien.

Wasserknappheit

Bis 2080 werden demnach bis zu 3,2 Milliarden Menschen unter Wasserknappheit leiden und bis zu 600 Millionen von Hunger bedroht sein. Jährlich könnten zudem Millionen weitere Menschen von Überflutungen betroffen sein.

Hunderte Millionen Menschen wären beispielsweise an Dutzenden Flussdeltas wie etwa am Nil von stetig steigenden Wasserständen bedroht. Auch Tropenkrankheiten dürften sich stärker ausbreiten als bisher.

Der Entwurf sagt auch ein grosses Artensterben voraus - bei einem weltweiten Temperaturanstieg um bis zu 2,5 Grad Celsius bis zum Ende des Jahrhunderts seien bis zu 30 Prozent der Tier- und Pflanzenarten vom Aussterben bedroht, heisst es in dem Entwurf.

Unpopuläre Massnahmen gefordert

Bei einer Erwärmung um bis zu vier Grad dagegen «könnten sich nur noch wenige Ökosysteme anpassen». Der belgische Regierungschef Guy Verhofstadt forderte zum Auftakt der Veranstaltung «unpopuläre Massnahmen in allen Ländern». Es könne nicht weitergehen wie bisher.

Mit den dramatischen Ergebnissen seines ersten Berichts für das Jahr 2007, der im Februar in Paris vorgestellt wurde, hatte der Welt-Klimarat international Bestürzung ausgelöst: Der Bericht sagt einen durchschnittlichen Temperaturanstieg von bis zu 6,4 Grad Celsius bis zum Ende des Jahrhunderts vorher.

(fest/sda)

Lesen Sie hier mehr zum Thema
Berlin - Weiten Teilen der Erde droht ... mehr lesen
Gemäss der UNEP sind 60 Prozent aller Ökosysteme geschädigt oder übernutzt.
Die Zunahme hängt offenbar mit der Erwärmung der Wasseroberfläche zusammen.
Washington - Durch die Erwärmung ... mehr lesen
Bonn - Der weltweite Klimawandel ... mehr lesen
Kraniche blieben diesen Winter in Deutschland.
Laut Bericht müssten die Emissionen bis Mitte des Jahrhunderts um 50 bis 80 Prozent reduziert werden.
Bangkok - Der Menschheit bleibt ... mehr lesen
Washington - Der Klimawandel ... mehr lesen
Die Wachstumsgeschwindigkeit bei einigen Fischarten im Pazifik hat stark zugenommen.
Weitere Artikel im Zusammenhang
Die Wasserreserven des Südens sind stark gefärdet.
Genf - In Europa wird vor allem der ... mehr lesen
Brüssel/Bern - Pflanzen, Tiere und ... mehr lesen
Gemäss dem UNO-Bericht dürften sich grosse Seen in Gletschergebieten bilden. (Archivbild)
Die USA und China beanstandeten den Bericht.
Brüssel - Der Weltklimarat der UNO ... mehr lesen
New York - Der laut UNO-Charta für ... mehr lesen
Auch der Sicherheitsrat berät über das Thema Klimawandel.
Bern - Im Kampf gegen Treibhausgas-Emmissionen sind auch Massnahmen sinnvoll, die nur die Schweiz umsetzt. Einerseits werde die Luftqualität verbessert, andererseits ergäben sich auch wirtschaftliche Vorteile, sagt der Ökonom Philipp Thalmann. mehr lesen 
Washington - Der vergangene Winter ... mehr lesen
Seit 1976 steige die Temperatur alle zehn Jahre um 0,18 Grad Celsius.
Etschmayer Der Mediensturm der globalen Erwärmung ist in diesem Winter wie ein Hurrikan über uns herein gebrochen und hat einen Konsens erzeugt, der von den Gegn ... mehr lesen 
Bern - Erhöhen sich die Durchschnittstemperaturen in der Schweiz bis 2050 um moderate 2 bis 3 Grad, sind die Folgen voraussichtlich zu bewältigen. Der Preis dafür ist laut einer Studie volkswirtschaftlich relevant, aber noch nicht abzuschätzen. mehr lesen 
Das Great Barrier Reef ist das grösste Korallenriffsystem der Welt.
Das Great Barrier Reef ist das grösste ...
Mehr als ein Drittel schon tot oder dabei abzusterben  Sydney - Wie befürchtet hat die massive Korallenbleiche am Great Barrier Reef in Australien verheerende Folgen. In der Nord- und Zentralregion seien mehr als ein Drittel der Korallen schon tot oder dabei, abzusterben, berichtete die James-Cook-Universität am Montag. mehr lesen 
UNO-Bericht  Sydney - Aus einem UNO-Bericht über Klimaschäden an wichtigen Tourismuszielen sind auf Druck aus Canberra alle Verweise auf Orte in Australien gestrichen worden. Wissenschaftler und Aktivisten bezeichneten die Manipulation am Freitag als «extrem verstörend». mehr lesen  
Experten schlagen Alarm  Berlin - Dürren, Überschwemmungen und andere Wetterextreme schlagen weltweit Millionen Menschen ... mehr lesen  
Dürren und andere Wetterextreme werden in den kommenden Jahrzehnten deutlich zunehmen. (Symbolbild)
Der Griessee im Kanton Wallis wird vom Griesgletscher gespeist.
Seen würden Wassermangel lindern  Birmensdorf - Stauseen könnten in Zukunft den Wassermangel lindern, der angesichts schwindender ... mehr lesen  
Wir ermöglichen Werbekunden die Präsentation ihrer Inhalte (Unternehmens- oder Produkteinformationen) im Look & Feel von wetter.ch. Meldungen sind je nach Rubrikenzugehörigkeit speziell gekennzeichnet. Für deren Inhalt ist ausschliesslich der jeweilige Auftraggeber verantwortlich.

NEWS BUCHEN
Wenn auch Sie Ihre aktuellen Neuigkeiten zur richtigen Zeit und am richtigen Ort zielgruppen- gerecht publizieren möchten, wenden Sie sich bitte an unser Verkaufsteam.

WERBUNG BUCHEN Gerne beraten wir Sie kompetent und individuell auch zu weiteren vielfältigen Werbemöglichkeiten in unserem Netzwerk.
Chris Sigrist
Chris Sigrist, sigrist@wetter.ch
Mobile +41 (0)78 648 30 22
Skype chris_vadian_net
 
News
         
Ausstellung von Jayn Erdmanski: Strange Theory of Light and Matter
Publinews Galerie vor der Klostermauer: 25. Okt. bis 17. Nov. 2019  Die St.Galler Künstlerin Jayn Erdmanski zeigt ab 25. Oktober ihre neuen Arbeiten in der Galerie vor der Klostermauer. In der ... mehr lesen
Edward Hopper, Cape Cod Morning, 1950 / Urheber: Smithsonian American Art Museum / Rechteinhaber: (c) Heirs of Josephine Hopper / 2019, ProLitteris, Zürich - Gift of the Sara Roby Foundation
Publinews Fondation Beyeler: Ausstellung verlängert bis 26.7.2020  In ihrer Frühjahrsausstellung 2020 zeigt die Fondation Beyeler Werke von Edward Hopper (1882-1967), einem der bedeutendsten amerikanischen Maler des 20. Jahrhunderts. Hopper ... mehr lesen
Publinews Ab in die römische Antike!  Der grösste Silberschatz der Antike, das imposante Theater, das romantische Römerhaus, spannende Mitmach-Aktionen, tolle Picknickplätze ... mehr lesen
Publinews Ausstellung bis 9. August 2020  Sitzt du noch oder bewegst du dich schon? Eine Ausstellung im Anatomischen Museum Basel thematisiert die Auswirkungen sportlicher Betätigung auf ... mehr lesen
-
Publinews Papiliorama  Tauchen Sie ein in die faszinierende Welt der Tiere und Pflanzen: erleben Sie das bunte Ballett der exotischen Schmetterlinge, welche frei um Sie herumfliegen, ... mehr lesen
Publinews Atzmännig, bekannt als Freizeitparadies vor den Toren Zürichs, mit seiner Rodelbahn, dem Freizeitpark und Seilpark, bietet Spass und Nervenkitzel mitten in der Natur. ... mehr lesen
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF