EDA rechnet mit Schweizer Todesopfern
publiziert: Montag, 27. Dez 2004 / 17:15 Uhr / aktualisiert: Montag, 27. Dez 2004 / 18:36 Uhr

Bern - Bei der Flutkatastrophe dürften in Thailand nach Augenzeugenberichten auch "einige" Schweizer Staatsangehörige ihr Leben verloren haben. Personen wurden aber noch keine identifiziert, teilte das EDA mit.

Die Rega holt verletzte Schweizer Touristen in Phuket ab.
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In Thailand gebe es auch einige schwerverletzte Schweizer Touristen, sagte Botschafter Peter Sutter. Sie seien aber in guter Obhut und müssten nicht repatriiert werden. Noch immer würden rund 1000 Personen aus der Schweiz gesucht. Dazu komme eine unbekannte Zahl von Individualtouristen.

Derweil haben Schweizer Reiseunternehmen mit dem Ausfliegen von Touristen begonnen. Zu einigen Reisenden bestand kein Kontakt - eine Touristin wird vermisst. Dutzende wurden veletzt.

Die Schweizer Reiseversicherung Elvia hatte bislang mit 60 bei der katastrophalen Flutwelle verletzten Touristen in Asien Kontakt. Wie Geschäftsführer Jürg Wittwer der Nachrichtenagentur sda sagte, befinden sich darunter zwei bis drei Schwerverletzte.

Das Reiseunternehmen Globetrotter meldete, einer seiner gut 480 in der Region weilenden Kunden sei im thailändischen Khao Lak schwer verletzt worden. Seine Begleiterin gelte als vermisst, sagte Direktor André Lüthi weiter. Kontakt zu den Individualreisenden sei schwierig.

Rega fliegt nach Phuket

Die Schweizerische Rettungsflugwacht (Rega) flog am frühen Nachmittag mit einem Ambulanzjet nach Phuket. Sie wollte fünf verletzte Schweizer Touristen abholen. Die Heimkehr ist auf Mittwoch geplant. Das Flugzeug hat drei medizinische Teams (Arzt und Krankenschwester) an Bord.

Die grossen Reiseanbieter Kuoni und Hotelplan begannen, Kunden in die Schweiz zurückzufliegen. Am Morgen landete ein erster Flug aus Male mit 313 Touristen an Bord. Ein am Samstag in Colombo zwischengelandeter und nicht nach Male gestarteter Flug kehrte ebenfalls nach Zürich zurück.

Hotelplan-Gäste flogen zuerst nach Budapest und dann nach Zürich. Eine Maschine flog von Dubai nach Male und wurde am Abend in Zürich erwartet. Kuoni schickte am Abend eine Maschine mit einem Betreuungsteam nach Colombo und Male.

TUI Schweiz (Imholz, Vögele, Flex Travel) half seinen Kunden beim Umbuchen. Kuoni, Hotelplan und TUI hatten noch nicht zu allen der gut 2000 Kunden Kontakt.

Reisen können annuliert werden

Alle bis Ende Monat in die Region gebuchten Reisen bei Kuoni und TUI können spesenfrei annulliert werden, Hotelplan annulliert spesenfrei für Reisedaten bis 2. Januar.

(sl/sda)

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