Einigung auf AKW-Neubau bis Ende Jahr
publiziert: Sonntag, 25. Feb 2007 / 10:41 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 25. Feb 2007 / 11:25 Uhr

Olten - Bis Ende Jahr will der Schweizer Energiekonzern Atel zusammen mit anderen Partnern ein Konsortium für die Planung und den Bau eines oder mehrerer neuer Atomkraftwerke auf die Beine stellen. Ein erstes Gesuch soll schon nächstes Jahr eingereicht werden.

Laut Atel braucht es zwei Atomkraftwerke der neusten Generation.
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Dies sagte Giovanni Leonardi, Chef des grössten Schweizer Energiekonzerns Atel, in einem Interview mit der «SonntagsZeitung».

Atel will sich dabei mit anderen grossen Energiedienstleistern wie der Axpo oder der BKW sowie mit Stadtwerken zusammentun. Bei Grosskraftwerken habe es sich bewährt, mit Partnern zu bauen.

Abstimmung in fünf Jahren

Sobald sich das Konsortium auf eines oder mehrere Projekte geeinigt habe, werde man die für ein Rahmenbewilligungsgesuch notwendigen Unterlagen vorbereiten, sagte Leonardi. Falls Gösgen oder Beznau als Standort für ein neues AKW gewählt würden, könnte dieses Gesuch schon nächstes oder übernächstes Jahr eingereicht werden.

Leonardi rechnet damit, dass es in diesem Fall schon in vier bis fünf Jahren zu einer Volksabstimmung kommen könnte. Bis ein neues AKW ans Netz genommen werden kann, dauert es gemäss dem Atel-Chef 10 bis 15 Jahre - dies aber nur, wenn der vom Bundesrat manifestierte Wille umgesetzt werde, das Verfahren möglichst zügig abzuwickeln.

Widerstand der SP

Die SP werde alle zur Verfügung stehenden Mittel einsetzen, um den Bau eines neuen AKW in der Schweiz zu verhindern, sagte dagegen SP-Präsident Hans-Jürg Fehr gegenüber der Sonntagsausgabe der «Südostschweiz».

Fehr denkt dabei vor allem an Referenden. Es sei jedenfalls klar, dass eine deutliche Mehrheit der Bevölkerung keine neuen Atomkrafwerke wolle. Er glaube, dass sich diese Leute sehr schnell wieder emotionalisieren lassen, wenn irgendwo ein neues Tschernobyl geschehe.

Zur Rolle von SP-Bundesrat Moritz Leuenberger in der laufenden Energiedebatte meint Fehr: «Man muss auch aufzeigen, dass man nur dank Leuenberger und der SP-Beteiligung im Bundesrat einen wichtigen Schritt bei den erneuerbaren Energien und der Energieeffizienz gemacht hat.»

(bert/sda)

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