Energiepolitik: «Freiwilligkeit hat versagt»
publiziert: Samstag, 24. Feb 2007 / 11:32 Uhr / aktualisiert: Samstag, 24. Feb 2007 / 12:05 Uhr

Bern - Lenkungsabgaben sind für Energieminister Moritz Leuenberger eine wichtige Massnahme, um die Energieeffizienz zu verbessern. «Die Leute erzieht man nur via Preis», sagte er am Freitagabend in der «Arena» des Schweizer Fernsehens (SF). Auch WWF-Direktor Hans-Peter Fricker schlägt Lenkungsabgaben vor.

Das Prinzip der totalen Freiwilligkeit hat laut Moritz Leuenberger versagt.
Das Prinzip der totalen Freiwilligkeit hat laut Moritz Leuenberger versagt.
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Der Aufruf, Energie zu sparen, sei richtig, genüge aber nicht. «Das Prinzip der totalen Freiwilligkeit, diese moralischen Aufrufe, das hat versagt», wurde Leuenberger in einem Communiqué von SF zitiert.

Die Schweizer seien kein Volk, das aus ethischer Überzeugung so viel Energie spare, wie es eigentlich könnte.

Investition in Innovationen

Die Lenkungsabgabe würde der Bevölkerung wieder zurückgegeben, sagte Leuenberger. Noch lieber wäre ihm persönlich aber eine andere Variante, nämlich das Geld «in Innovationen im Bereich klimafreundliche Technologien zu investieren».

Ein Glühlampen-Verbot, wie es die australische Regierung will, ist laut Leuenberger ebenfalls Teil des Massnahmenpakets. In Australien sollen die herkömmlichen Glühbirnen ab 2010 durch Energiesparlampen ersetzt werden, wie am Dienstag bekannt wurde.

Das Massnahmenpaket sei bewusst noch nicht präsentiert worden, sagte Leuenberger. Er habe zuerst grünes Licht haben wollen, dass die beiden Säulen «Förderung erneuerbarer Energie» und «Energieeffizienz in der Energie-Strategie nötig seien. Der Aktionsplan für mehr Energieffizienz soll bis Ende Jahr vorliegen.

WWF gegen neue AKWs

Die Schweiz braucht keine neuen Grosskraftwerke, wenn alle möglichen Energie-Effizienz- und -Sparmassnahmen ergriffen werden. Diese Meinung vertritt WWF-Direktor Hans-Peter Fricker in einem Interview mit dem »Bund«.

Fricker verweist in diesem Zusammenhang auf den Verbrauch von Energie für Gebäudeheizungen. Die Wohnfläche in der Schweiz sei grösser geworden, nicht aber der Energieaufwand für das Beheizen, weil mit effizienteren Technologien gearbeitet werde.

In der Schweiz sei der Strompreis tief, die Preise für Heizöl und Benzin sehr tief. Ein Blick ins Ausland zeige, dass dort mehr gespart werde, wo die Energie teuer ist, beispielswiese in Japan. FDP-Mitglied Fricker warnt zudem vor dem nachlässigen Umgang mit der Atomenergie.

(bert/sda)

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