Energieverbrauch wird sich bis 2050 verdoppeln
publiziert: Montag, 12. Nov 2007 / 15:45 Uhr / aktualisiert: Montag, 12. Nov 2007 / 17:36 Uhr

Rom - Der weltweite Energieverbrauch wird in den kommenden Jahrzehnten nochmals deutlich steigen. Nach einer Studie des Weltenergierates (WEC) wird die Nachfrage nach Energie bis 2050 um 70 bis 100 Prozent steigen, sich also verdoppeln.

Auch neue Energiequellen sollen vor Engpässen schützen.
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Die Preise für Energie in allen Formen - Öl, Gas, Kohle, Strom, Wind- und Wasserkraft und Kernenergie - werden demnach deutlich anziehen. Die Studie des WEC wurde an der Weltenergiekonferenz in Rom vorgestellt.

Eine Preisprognose enthält die Studie nicht, doch hält der WEC generell hohe Energiepreise für wahrscheinlich und sinnvoll. «Höhere Preise erlauben es, mehr in die Energieerzeugung und in Forschung und Entwicklung zu investieren und sie verbessern die Energieeffizienz», sagte der südafrikanische Energiemanager Brian A. Statham, der die Studie vorstellte.

Um auch armen Ländern einen breiteren Zugang zu Energie zu ermöglichen, kämen in erster Linie Wasser- und Solarkraftwerke infrage. Auch zur Lösung der Umweltprobleme sei ein erhöhter Forschungsaufwand notwendig, etwa bei der Entwicklung von «sauberen» Kohlekraftwerken, die kein CO2 ausstossen.

Hauptproblem: Transport und die Verteilung der Energie

Gegenwärtig könnten rund zwei Milliarden Menschen, ein Drittel der Weltbevölkerung, keine kommerzielle Energie nutzen. Grundsätzlich gebe es aber keine Engpässe bei Ressourcen, Kapital oder Technologie, die einer breiteren Energienutzung entgegenstünden.

Ein Problem sei vielmehr der Transport und die Verteilung der Energie. In vielen Ländern fehlten die Voraussetzungen wie zum Beispiel Stromnetze oder Gas-Versorgungsleitungen. Das gelte auch für etliche der Riesenstädte in den Entwicklungsländern.

(fest/sda)

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