Frachter-Unglück: Sydney will harte Strafe
publiziert: Sonntag, 11. Apr 2010 / 19:48 Uhr

Sydney - Australien hat den Verantwortlichen des verheerenden Schiffsunglücks am Great Barrier Reef harte Strafen angedroht. Der chinesische Frachter «Shen Neng 1», der an dem weltberühmten Korallenriff auf Grund liegt, sei auf einer illegalen Route unterwegs gewesen.

«Wir werden die Verantwortlichen hart bestrafen», sagte Verkehrsminister Anthony Albanese. (Im Archivbild Barrier Reef)
«Wir werden die Verantwortlichen hart bestrafen», sagte Verkehrsminister Anthony Albanese. (Im Archivbild Barrier Reef)
6 Meldungen im Zusammenhang
SHOPPINGShopping
Great Barrier ReefGreat Barrier Reef
«Wir werden die Verantwortlichen hart bestrafen», sagte Verkehrsminister Anthony Albanese. «Es ist klar, dass dieses Schiff einen rechtswidrigen Kurs genommen hat.» Die Regierung werde dafür sorgen, dass die «gesamte Kraft des Gesetzes» angewandt werde.

Die «Shen Neng 1» war am Samstag vergangener Woche rund 70 Kilometer vor der Great-Keppel-Insel im Nordosten Australiens auf Grund gelaufen. Der Frachter war mit knapp tausend Tonnen Öl und 65'000 Tonnen Kohle beladen. Rund drei Tonnen Öl flossen ins Meer und richteten an dem geschützten Korallenriff zusätzlich zu der Zerstörung durch das Boot schwere Schäden an.

Entschädigungs- und Säuberungszahlungen

Die australische Regierung fordert laut Albanese auch Entschädigungszahlungen für die Zerstörung des Korallenriffs. Zudem sollen die Verantwortlichen des Unglücks für die Kosten der Säuberungsarbeiten in dem Gebiet aufkommen.

Die Bergungsarbeiter sind noch immer dabei, das Schweröl aus dem Frachter zu pumpen, um ein weiteres Auslaufen zu verhindern. Ob das festsitzende Boot wieder zum Laufen gebracht wird, um es aus dem Meer zu bekommen, soll demnach am Montag entschieden werden.

Die Schiffseigner des chinesischen Frachters hatten sich am Freitag für die Fehlsteuerung des Frachters entschuldigt. Die australischen Behörden hatten zuvor bereits Ermittlungen gegen sie und den Kapitän des Frachters eingeleitet.

Die australische Polizei nahm zudem zwei Seeleute aus Vietnam und einen aus Südkorea fest, weil sie ihr Frachtschiff ohne Genehmigung durch das Great Barrier Reef steuerten.

(zel/sda)

Kommentieren Sie jetzt diese wetter.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Sydney - Nach der Havarie eines ... mehr lesen
Der Frachterkapitän und der Steuermann sind angeklagt.
Sydney - Zerschmettert, zerbrochen und zu Staub zermalmt: die filigranen Korallen am Great Barrier Reef vor Australien hatten keine Chance, als der chinesische Kohlefrachter am Ostersamstag mit voller Wucht auflief. mehr lesen 
Sydney - Aufatmen am Great Barrier Reef: Der am Ostersamstag am weltberühmten Korallenriff auf Grund gelaufene chinesische Frachter ist freigeschleppt worden. mehr lesen 
Sydney - Am Great Barrier Reef vor der australischen Küste sind die ersten 100 Tonnen Öl aus dem gestrandeten Kohlefrachter abgepumpt worden. Die heikle Aktion auf dem Korallenriff begann ohne Zwischenfälle. mehr lesen 
Sydney - Der mitten auf Australiens ... mehr lesen
Weitere Artikel im Zusammenhang
Sydney - Aus dem Kohlefrachter, ... mehr lesen
Es lief kein weiteres Öl im Great Barrier Reef aus. (Archivbild)
In Süddeutschland beginnt das Aufräumen.
Während im Süden aufgeräumt wird trifft es die nächste Region  Schwäbisch Gmünd - Gewitter mit Starkregen haben in Deutschland nach den verheerenden Unwettern im Süden nun auch Nordrhein-Westfalen getroffen. Laub und Schlamm verstopften Kanalrohre, das Wasser lief über die Strassen und flutete Keller. Verletzt wurde ersten Angaben zufolge niemand. mehr lesen 
Schlamm und Schutt  Schwäbisch-Gmünd - Bei schweren Unwettern und Überschwemmungen sind in Süddeutschland vier Menschen ums Leben gekommen. In Schwäbisch Gmünd wurden am Montag zwei Männer tot geborgen, sie ... mehr lesen
Sinabung wieder aktiv  Jakarta - Bei einem Vulkanausbruch in Indonesien sind mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen. Der 2460 Meter hohe Sinabung auf der Insel Sumatra hatte am Samstag plötzlich Asche ... mehr lesen
Der Vulkan Sinabung in Indonesien ist einer der aktivsten Vulkane in Südostasien. (Archivbild)
Wir ermöglichen Werbekunden die Präsentation ihrer Inhalte (Unternehmens- oder Produkteinformationen) im Look & Feel von wetter.ch. Meldungen sind je nach Rubrikenzugehörigkeit speziell gekennzeichnet. Für deren Inhalt ist ausschliesslich der jeweilige Auftraggeber verantwortlich.

NEWS BUCHEN
Wenn auch Sie Ihre aktuellen Neuigkeiten zur richtigen Zeit und am richtigen Ort zielgruppen- gerecht publizieren möchten, wenden Sie sich bitte an unser Verkaufsteam.

WERBUNG BUCHEN Gerne beraten wir Sie kompetent und individuell auch zu weiteren vielfältigen Werbemöglichkeiten in unserem Netzwerk.
Chris Sigrist
Chris Sigrist, sigrist@wetter.ch
Mobile +41 (0)78 648 30 22
Skype chris_vadian_net
 
News
     
Rudolf Stingel: Untitled, 2013, Öl auf Leinwand, Foto: Christopher Burke Studio
Publinews Fondation Beyeler: 26. Mai - 5. Oktober 2019  Mit dem zeitgenössischen Maler Rudolf Stingel widmet die Fondation Beyeler ihre Sommerausstellung 2019 einem der höchstgehandelten Namen auf dem ... mehr lesen
Ausstellung KunstWerke 2019
Publinews Uhrenmuseum Beyer Zürich  Die Sonderausstellung «KunstWerke» im Uhrenmuseum Beyer präsentiert Meisterwerke von sechs unabhängigen Ausnahmekönnern: Dominique Buser, Cyrano Devanthey, Felix ... mehr lesen
Ausstellung: «Die Katze. Unser wildes Haustier»
Publinews Ausstellung im Naturmuseum Thurgau  Die Katze ist das beliebteste Haustier in der Schweiz. Mal ist sie anschmiegsam, oft distanziert, immer ist sie eigenwillig. Die neue Sonderausstellung im Naturmuseum ... mehr lesen
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF