Gedruckte Solarzellen - «Spektakulär grosse Nachfrage»
publiziert: Samstag, 5. Mai 2007 / 16:13 Uhr / aktualisiert: Samstag, 5. Mai 2007 / 16:54 Uhr

Palo Alto/Luckenwalde - Mit Nanotechnologie und einer Herstellungsform, die dem Zeitungsdruck gleicht, will das US-Unternehmen Nanosolar künftig auf dem Solarmarkt für Wirbel sorgen.

Was den Wirkungsgrad angeht, sind die dünnen Solarzellen schon fast auf Augenhöhe mit den Silizium-basierten Modulen.
Was den Wirkungsgrad angeht, sind die dünnen Solarzellen schon fast auf Augenhöhe mit den Silizium-basierten Modulen.
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«Wir sind mit dem Ziel angetreten, auf dem Photovoltaik-Markt Preisführer zu werden», erklärt Erik Oldekop, Deutschlandchef von Nanosolar, im pressetext-Interview. Im brandenburgischen Luckenwalde errichtet das Unternehmen derzeit eine Fertigungsstätte. Erste Module sollen in der zweiten Jahreshälfte vom Band laufen.

Die Fabrik soll eine Nominalkapazität von 500 Megawatt erreichen. Bis zum Jahresende werden dort 35 bis 40 Mitarbeiter Module produzieren. Absatzprobleme gibt es laut Oldekop derzeit nicht. Eher im Gegenteil: «Gerade im Dünnschicht-Bereich verzeichnen wir derzeit eine spektakulär grosse Nachfrage», so Oldekop. Konzentrieren will sich Nanosolar vor allem auf die Märkte Deutschland, Südeuropa und Kalifornien. Die Nanosolar-Module sollen sowohl bei der Nutzung am Hausdach, in der Landwirtschaft als auch bei der Errichtung von Solarkraftwerken zum Einsatz kommen.

Andere Legierung

Anstatt auf Silizium setzt Nanosolar bei der Herstellung seiner Solarzellen und -module auf eine Verbindung aus Kupfer, Indium, Gallium und Diselenid (CIGS). «Neben dem alternativen, aber bereits bekannten Material kommt bei Nanosolar ausserdem ein radikal anderer Herstellungsprozess zum Einsatz. Die Solarzelle wird auf eine Metallfolie gedruckt», streicht Oldekop heraus. So könne auf die Einrichtung von Reinräumen und Vakuumzellen - wie in der Silizium-basierten Produktion üblich - verzichtet werden.

Aufgrund der Verwendung eines klassischen Halbleiters sieht Oldekop bei den Nanosolar-Modulen auch keine Stabilitätsprobleme, wie sie insbesondere beim Einsatz organischer Materialien durchaus vorkommen können. «Unsere Module sind auch nach 20 Jahren noch einsatzfähig», meint der Nanosolar-Chef und beruft sich auf im Dünnschicht-Segment übliche Tests. Im Vergleich zur Silizium-Konkurrenz sieht sich das Unternehmen im Vorteil. «Siliziumzellen sind in der Produktion deutlich teurer. Darüber hinaus herrscht derzeit ein Mangel am Rohstoff Silizium», so Oldekop gegenüber pressetext.

Bei dünnen Zellen schon vorne

Was den Wirkungsgrad angeht, sieht sich Nanosolar im Dünnschicht-Segment bereits vorn und fast auf Augenhöhe mit den Silizium-basierten Modulen. Nanosolar erreicht in der Produktion nach eigenen Angaben einen Wirkungsgrad im zweistelligen Bereich. Die Dünnschicht-Konkurrenz scheitert derzeit noch an der Zehn-Prozent-Hürde. Herkömmliche Siliziumzellen erreichen Wirkungsgrade zwischen 15 und 18 Prozent. Der Rekordwert liegt bei 40 Prozent und konnte mit sogenannten Konzentratorzellen aufgestellt werden.

Nanosolar wurde Ende 2001 in den USA von Martin Roscheisen gegründet. In Deutschland ging die Nanosolar GmbH im vergangenen Jahr an den Start. Für den Ausbau in den USA und Deutschland hat Nanosolar in einer erfolgreichen Finanzierungsrunde 100 Mio. Dollar eingesammelt. Auch eine Erweiterung der Produktionsstätte in Luckenwalde wird nicht ausgeschlossen. «Wir verfügen dort über 55.000 Quadratmeter. Die Fabrik steht auf 5.000 Quadratmetern. Es wäre also logisch auszubauen», so Oldekop abschliessend im pressetext-Gespräch.

(fest/pte)

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