Gentechnik-Forschung
Gefahr von Killerviren: Dolly Genforscher stellen Forschung ein
publiziert: Sonntag, 13. Aug 2000 / 20:56 Uhr

London - Die Erschaffer des ersten Klonschafes «Dolly» wollen ihre Forschungsarbeit an der Entwicklung gentechnisch veränderter Schweine für Organtransplantationen beim Menschen einstellen. Hauptgrund: Die Forscher fürchten sich vor tödlichen Viren.

Wie der Leiter des «Dolly»-Teams, Ian Wilmut, am Sonntag mitteilte, liegt der Hauptgrund für die Entscheidung in der Furcht, dass bei Transplantationen genetisch veränderter Tierorgane neue, für Menschen tödliche Viren auftauchen könnten.

Am Roslin-Institut in Edinburgh war seinerzeit das weltweit erste Klonschaf «Dolly» entwickelt worden. Wilmut sagte, die kalifornische Firma Geron Bio-Med, die die Exklusivrechte an den biotechnologischen Entwicklungen des Instituts besitzt, habe die Gelder für das Projekt abgesetzt. «Ich glaube, die Sorge konzentriert sich hauptsächlich auf unbekannte Viren. Das ist die beängstigende Sache», sagte Wilmut weiter.

Wissenschaftler des Roslin-Instituts haben seit zwei Jahren an der Entwicklung genetisch veränderter Schweine gearbeitet, deren Organe und Zellen auf Menschen transplantiert werden könnten.

(ba/AP)

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