Globales Übergewicht fataler als Überbevölkerung
publiziert: Montag, 18. Jun 2012 / 21:40 Uhr
Fettleibigkeit zehrt an den globalen Ressourcen.
Fettleibigkeit zehrt an den globalen Ressourcen.

London - Wissenschaftler der London School of Hygiene and Tropical Medicine haben herausgefunden, dass die weltweit zunehmende Fettleibigkeit die gleichen Folgen auf die globalen Ressourcen haben kann wie eine zusätzliche Mrd. Menschen.

8 Meldungen im Zusammenhang
SHOPPINGShopping
Junk FoodJunk Food
Das Team schätzte das Gesamtgewicht der Menschen auf dem Planeten und fand heraus, dass der Durchschnitt in Nordamerika am höchsten ist - und das, obwohl hier nur sechs Prozent der Weltbevölkerung leben. Sie sind jedoch für mehr als ein Drittel der Fettsucht verantwortlich.

Regionale Unterschiede

Das Gewicht der Weltbevölkerung beträgt 287 Mio. Tonnen. 15 Mio. Tonnen entfallen auf Menschen mit Übergewicht und 3,5 Mio. Tonnen sind auf Fettsucht zurückzuführen. Über WHO-Daten http://who.int aus dem Jahr 2005 fand man heraus, dass das Durchschnittsgewicht eines Menschen bei 62 Kilo liegt. Es gibt jedoch regionale Unterschiede. In Nordamerika liegt dieser Wert bei 80,7 Kilo, in Asien bei 57,7 Kilo. In Asien leben 61 Prozent der Weltbevölkerung. Sie sind jedoch nur für 13 Prozent des durch Fettsucht verursachten Gewichts verantwortlich.

Ian Roberts, einer der Autoren der Studie: "Wenn man über Nachhaltigkeit für die Umwelt nachdenkt, dann geht der Fokus sofort auf die Bevölkerung. Es geht aber nicht darum, wie viele Menschen satt werden sollen, sondern wie viel Fleisch es auf diesem Planeten gibt." Sich nur auf die Fettsucht zu konzentrieren, ist laut den Wissenschaftlern entzweiend und wenig hilfreich. "Eines der Probleme mit der Definition von Fettsucht ist, dass es ein Denken in zwei Kategorien fördert", berichtet BBC News.

Amerikaner schlechtes Vorbild

Die Wissenschaftler stellten zusätzlich Tabellen der schwersten und leichtesten Länder zusammen. Amerika mit seinen bekannten Gewichtsproblemen steht ganz oben auf dieser Liste. Würde der Rest der Welt die Amerikaner nachahmen, dann hätte das laut Roberts dramatische Folgen für den Planten. »Wenn jedes Land auf der Welt diese Gewichtsprobleme hätte, dann wäre das so, als ob auf der Welt eine Mrd. Menschen mehr lebten.«

Länder wie Eritrea, Vietnam und Äthiopien befinden sich am ganz anderen Ende der Tabelle. Die Experten argumentieren jedoch, dass Schlankheit nicht nur ein Armutsfaktor ist. Sie weisen auf Länder wie Japan hin, die laut Roberts ein Modell für andere sein könnten. "2005 lag der BMI in Amerika bei durchschnittlich 28,7. In Japan steht er bei 22. Man kann auch ohne wirkliche Armut schlank sein und die Japaner scheinen das verstanden zu haben."

Autos fördern Gewichtszunahme

Andere Länder unter den ersten zehn Plätzen beim Übergewicht sind überraschend. Dazu gehören Kuwait, Kroatien, Katar und Ägypten. Roberts geht davon aus, dass das Übergewicht in diesen Ländern auf das Auto zurückzuführen ist. "Eine der wichtigsten Faktoren für den durchschnittlichen BMI ist der Verbrauch an Treibstoff pro Kopf. In diesen Ländern essen die Menschen nicht extrem viel, aber sie fahren überall mit dem Auto hin."

 

 

(fest/pte)

?
Facebook
SMS
SMS
3
Forum
Machen Sie auch mit! Diese wetter.ch - Meldung wurde von 3 Leserinnen und Lesern kommentiert.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Hong Kong by Night
New York - Die Menschheit wächst, vor allem in den Städten. Während die Zahl der Menschen auf dem Lande stagniert und sogar zurückgeht, boomen viele Städte, gerade in Asien und ... mehr lesen
Inaktiv, dick und bald schon krank: Übergewichtige Kinder.
Etschmayer Es war eine Meldung im Regionalteil der Zeitung. Im Rahmen von Budgeteinsparungen wird eine Ostschweizer Gemeinde den ... mehr lesen 2
Weitere Artikel im Zusammenhang
Disney zensiert die Werbespots im Kinderprogramm.
New York/Washington - Der Unterhaltungsgigant Disney will ungesunde Kost aus den Werbepausen seiner Sender verbannen. Künftig solle auf allen Kanälen, die sich besonders an Kinder und ... mehr lesen
New York - New York will vom ... mehr lesen
Massnahmen gegen Übergewichtige New Yorker.
Genf - Der UNO-Berichterstatter für das Recht auf Nahrung, Olivier De Schutter, hat die Regierungen am Dienstag aufgerufen, Soft Drinks wie Cola sowie zu fett-, zucker- und salzhaltige Fertignahrungsmittel zu besteuern. Fettleibigkeit sei zu einer neuen Geissel geworden. mehr lesen 
eine unsinnige Statistik mehr
Der Bericht fängt schon mit einem Fehler an, denn bei einer Weltbevölkerung von 7 Mrd. kann das Totalgewicht bei einem Durchschnitt von 62 kg nicht 287 Mio to betragen.

Übergewicht muss jeder selbst verantworten. Versicherungen sollten allerdings dazu übergehen können, dass diese Kategorie Leute eine höhere Prämie bezahlen muss, um ihre durch die Fettleibigkeit verursachten Gesundheitskosten selbst zu decken. Im Gegensatz zu vielen andern Krankheiten steht hier die Eigenverantwortung im Vordergrund.

Ohne dicke Leute gäbe es weniger Ernährungsberater, weniger Schlankmacher, weniger Diätkuren und keine entsprechenden Pharmazeutika usw.

Ich bin auch der Meinung, dass all die Organisationen viel zu viele Leute beschäftigen, um wieder irgend eine Statistik zu gebären, die dann von der Politik ignoriert wird.

Es soll doch jeder "saufen und fressen" so viel er will; aber bitte auf eigene Kosten und auf eigene Verantwortung.
Schwachsinn 2
Hier mein Liste : )

1. Linke Socken
2. Kriege
3. Hunger
4. Hollande
Schwachsinn
Überbevölkerung ist fatal.
Und vor Übergewicht gibt es noch viel gefährlichere Dinge für die Menschheit:

1. Neoliberalismus
2. Kriege
3. Krebs
4. Angela Merkel

Junk Food

Produkte passend zum Thema
DVD - Unterhaltung
FAST FOOD NATION - DVD - Unterhaltung
Regisseur: Richard Linklater - Actors: Patricia Arquette, Mitch Baker, ...
23.-
DVD - Documentary: General
SUPER SIZE ME - DVD - Documentary: General
Regisseur: Morgan Spurlock - Actors: Morgan Spurlock - Genre/Thema: Do ...
32.-
Nach weiteren Produkten zu "Junk Food" suchen
Das Great Barrier Reef ist das grösste Korallenriffsystem der Welt.
Das Great Barrier Reef ist das grösste ...
Mehr als ein Drittel schon tot oder dabei abzusterben  Sydney - Wie befürchtet hat die massive Korallenbleiche am Great Barrier Reef in Australien verheerende Folgen. In der Nord- und Zentralregion seien mehr als ein Drittel der Korallen schon tot oder dabei, abzusterben, berichtete die James-Cook-Universität am Montag. mehr lesen 
UNO-Bericht  Sydney - Aus einem UNO-Bericht über Klimaschäden an wichtigen Tourismuszielen sind auf Druck aus Canberra alle Verweise auf Orte in Australien gestrichen worden. Wissenschaftler und ... mehr lesen
«Sie wollen den Australiern Sand in die Augen streuen ...» klagte Greenpeace-Aktivistin Shani Tager.
Dürren und andere Wetterextreme werden in den kommenden Jahrzehnten deutlich zunehmen. (Symbolbild)
Experten schlagen Alarm  Berlin - Dürren, Überschwemmungen und andere Wetterextreme schlagen weltweit Millionen Menschen ... mehr lesen  
Seen würden Wassermangel lindern  Birmensdorf - Stauseen könnten in Zukunft den Wassermangel lindern, der angesichts schwindender Gletscher im Sommer zu erwarten ist. mehr lesen
Der Griessee im Kanton Wallis wird vom Griesgletscher gespeist.
Wir ermöglichen Werbekunden die Präsentation ihrer Inhalte (Unternehmens- oder Produkteinformationen) im Look & Feel von wetter.ch. Meldungen sind je nach Rubrikenzugehörigkeit speziell gekennzeichnet. Für deren Inhalt ist ausschliesslich der jeweilige Auftraggeber verantwortlich.

NEWS BUCHEN
Wenn auch Sie Ihre aktuellen Neuigkeiten zur richtigen Zeit und am richtigen Ort zielgruppen- gerecht publizieren möchten, wenden Sie sich bitte an unser Verkaufsteam.

WERBUNG BUCHEN Gerne beraten wir Sie kompetent und individuell auch zu weiteren vielfältigen Werbemöglichkeiten in unserem Netzwerk.
Chris Sigrist
Chris Sigrist, sigrist@wetter.ch
Mobile +41 (0)78 648 30 22
Skype chris_vadian_net
 
News
       
Schneehase. Ausstellung «Leben mit der Winterkälte» bis am 17. Februar 2019 im Naturmuseum Thurgau.
Publinews Bis 17. Februar 2019  Frauenfeld - Die Schneedecke mag als Folge der Erderwärmung vielerorts nicht mehr so mächtig sein wie früher. Die Wintermonate bedeuten für ... mehr lesen
Balthus vom 2.9.2018 - 1.1.2019 in der Fondation Beyeler in Riehen/Basel
Publinews Fondation Beyeler: 2. September 2018 - 1. Januar 2019  Basel - Mit Balthus (1908 - 2001) präsentiert die Fondation Beyeler einen der letzten grossen Meister der Kunst des 20. Jahrhunderts und zugleich einen der ... mehr lesen
Publinews FIFA World Football Museum  Das FIFA World Football Museum direkt beim Bahnhof Enge im Herzen von Zürich gelegen, ist der Treffpunkt für alle Fussball- und Sportfans. 3000 ... mehr lesen
Landesmuseum Zürich
Publinews Landesmuseum Zürich  Das meistbesuchte kulturhistorische Museum der Schweiz präsentiert Geschichte von den Anfängen bis heute. Zusätzliche Eindrücke bieten die ... mehr lesen
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF