Gotthardstrecke wieder einspurig befahrbar
publiziert: Sonntag, 7. Sep 2008 / 17:00 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 7. Sep 2008 / 19:01 Uhr

Räumungsarbeiten am zweiten Gleis waren am Nachmittag weiter im Gang. Eine Prognose für die Freigabe der ganzen Strecke machten die SBB vorerst nicht. Die Züge waren nach dem Zwischenfall in Airolo und Biasca gewendet worden.

Die Reisenden müssen mit Verspätungen rechnen.
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Die Gotthardlinie der SBB in der Leventina ist am Sonntagnachmittag um 16:00 Uhr wieder einspurig für den Verkehr freigegeben worden.

Hochwasser nach starken Regenfällen hatte gut drei Stunden zuvor das Trassee zwischen Lavorgo und Pianotondo mit Schlamm und Geröll überdeckt.

Zwischen den beiden Stationen wurde ein Busersatz eingerichtet. Für die Passagiere ergaben sich dadurch grösseren Verspätungen. Bereits vergangene Woche war die Gotthardlinie am Südportal während 15 Stunden total gesperrt, nachdem am Donnerstagmorgen eine 72 Tonnen schwere Baumaschine in einem Tunnel zwischen Giornico und Lavorgo auf vier stehende Schotterwagen geprallt war. Menschen wurden nicht verletzt.

Es giesst wie aus Kübeln

Wegen Hochwassers fiel auch die Strecke Chur-Ilanz der Rhätischen Bahn (RhB) ins Wallis aus. Nach tagelagen Regenfällen hielten die intensiven Niederschläge im Tessin auch den Samstag hindurch und in der Nacht auf Sonntag an, wie Daniel Gerstgrasser von MeteoSchweiz auf Anfrage sagte.

Die Messstation im oberen Maggiatal zeigte innert Tagesfrist bis Sonntagmorgen 155 Millimeter, also 155 Liter Wasser pro Quadratmeter. Die Auswertung des Radarbildes vom Centovalli übers unter Maggia- bis ins Verzascatal deute allerdings auf über 200 Liter pro Quadratmeter in dieser Zeitspanne hin.

Erst im Verlaufe des Sonntagsnachmittags wurde mit einer Beruhigung der Lage gerechnet. Das Fassungsvermögen des Lago Maggiore sei aber weiterhin ausreichend, sagte Gerstgrasser.

500 Litern pro Tag

Im Tessin goss es bereits seit Tagen heftig: So fielen vom Mittwochmittag bis Samstagmittag in Magadino-Ebene rund 240 Liter Regen pro Quadratmeter. Die durchschnittliche Menge im September wurde damit bereits deutlich überschritten. Die höchste je gemessene Regenmenge im Süden liegt bei rund 500 Litern pro Tag.

Starken Niederschlag erlebte auch die Surselva im Vorderen Rheintal. Wegen der Hochwasserlage war der Lukmanierpass am Sonntagmorgen vorübergehend gesperrt. Die Rhätische Bahn (RhB) musste am Sonntag die Strecke Trin - Valendas-Sagogn wegen Hochwassers aus Sicherheitsgründen mindestens bis Betriebsschluss sperren. Zwischen Chur und Ilanz wurde ein Busersatz eingerichtet. Der Anschluss Bus-Bahn in Chur war nicht gewährleistet, und die Glacier-Express-Gäste wurden via Zürich umgeleitet.

Auch in den Urner- und Glarneralpen bis hin zum Alpstein regnete es heftig. Seit dem frühen Samstagabend kamen dort innert 18 Stunden rund 80 Liter Wasser pro Quadratmeter zusammen. In der Region Bern vergleichweise wurden nur 15 bis 20 Millimeter und in der Region Zürich bis zu 30 Millimeter Regen gemessen. Allerdings war die Intensität zeitweise relativ hoch, wie Gerstgrasser sagte.

Zum Wochenbeginn war vor allem für das Tessin wieder «trocken und sonnig» angesagt. Erst am kommenden Freitag seien wieder Niederschläge möglich. Auch auf der Alpennordseite wurde mit Ausnahme des Mittwochs kaum weiterer Niederschlag erwartet.

(li/sda)

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