Grimms Tierleben im Naturmuseum Thurgau
publiziert: Freitag, 9. Mrz 2018 / 14:59 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 13. Mrz 2018 / 14:42 Uhr

Ob schlau, hinterlistig, tollpatschig oder gutmütig - in Märchen verkörpern Tiere menschliche Eigenschaften und prägen damit unser Tierbild. Manchmal ergänzen sich Märchen und Realität dabei perfekt, oftmals könnten sie gegensätzlicher jedoch nicht sein. Im Naturmuseum Thurgau widmet sich eine neue Ausstellung zehn Tierarten aus den Märchen der Brüder Grimm - thematisiert biologische und historische Zusammenhänge - sogar mit Thurgauer Bezug.

Die Ausstellung «Grimms Tierleben» ist ab 9. März bis 19. August 2018 im Naturmuseum Thurgau in Frauenfeld zu sehen. Die Ausstellung ist inszeniert als geheimnisvoller Märchenwald. Als Besucher lassen sich mit einem Zauberstab Igel, Hase, Eule und weitere Grimm'sche Märchentiere zum Reden bringen und spielerisch entdecken. Mitten im Wald stossen die Besuchenden aber auch auf ein Forschungscamp. Zoologinnen und Biologen erzählen darin von ihren Forschungsarbeiten mit Tieren. Auf diese Weise präsentiert die Ausstellung vielschichtige Tierbilder, in denen märchenhafte Fantasie und wissenschaftliche Beschreibung miteinander verschmelzen und einen spannenden Blick auf Tiere wie Wolf, Bär, Rothirsch und andere Arten ermöglichen.

Eigene Tierbilder hinterfragen

Wie stark mündliche und literarische Überlieferungen unser Bild von Tieren beeinflussen, zeigt sich am Beispiel des Wolfes. Kaum eine Tierart geniesst einen schlechteren Ruf: Hinterlistig, scheinheilig und ungeheuer gefrässig vertilgen Wölfe in Märchen sogar Grossmütter und kleine Mädchen. Kein Wunder gelten sie für viele Menschen bis heute als schadenstiftende, gar lebensbedrohende Kreaturen - obwohl die wildtierbiologische Forschung längst das Gegenteil bewiesen hat. Bis heute ist die Diskussion um die Rückkehr des Wolfes von emotionalen, zumeist überlieferten Bildern geprägt. Indem die vom Naturmuseum Winterthur produzierte Ausstellung den Märchenbildern auch biologische Tatsachen gegenüberstellt, fordert sie die Besuchenden dazu auf, die eigenen Wunsch- oder Feindbilder gegenüber Tieren zu hinterfragen.

Rahmenprogramm

Die Ausstellung wird begleitet von einem vielfältigen Rahmenprogramm: Nebst Führungen, Kinder- und Familienworkshops und einem Figurentheater mitten in der Ausstellung produziert das Museum mit der Theaterwerkstatt Gleis 5 in Frauenfeld auch selber ein moderndes Märchen. Das Stück «Gesucht: Biber the Kid» ist ein tierisches Openair-Theatervergnügen für Familien am Original-Biberschauplatz mitten in Frauenfeld.

«Schlauer Fuchs und böser Wolf? Tiere in Märchen und Wissenschaft»
Sonntag, 11. März, 10.30 Uhr
Freitag, 20. Juli, 10.30 Uhr
Sonntag, 19. August, 10.30 Uhr

Für Familien und Kinder

«Es war einmal.»
Märchen für Kinder erzählt
Sonntag, 22. April, 10.30-11.30 Uhr
Mittwoch, 8. August, 10.30-11.30 Uhr
Für Kinder ab 4 Jahren mit Erwachsenen
Mit Leander High, Museumspädagoge
Anmeldung erforderlich, Fr. 5.-

«Vorhang auf für Märchen!»
Zwei Grimm-Märchen gespielt vom Figurentheater Winterthur
Sonntag, 3. Juni, 10 und 11 Uhr
Für Kinder ab 4 Jahren und Erwachsene
Anmeldung erforderlich, Eintritt Fr. 5.- je Vorstellung

«Auf Pirsch im Märchenwald»
Kinderführung
Mittwoch, 11. Juli, 10.30-12 Uhr
Für Kinder von 6 bis 9 Jahren
Mit Leander High, Museumspädagoge
Anmeldung erforderlich, Fr. 7.-

Für Erwachsene

«Des Herrn und des Teufels Getier»
Eine Märchenstunde für Erwachsene
Dienstag, 10. April, 20 Uhr
Der Schauspieler Markus Keller erzählt die schönsten Tiermärchen der Gebrüder Grimm in der unzensierten Urfassung von 1812.
Fr. 10.-

Openair-Theater

«Gesucht: Biber the Kid» Ein tierisches Openair-Theater am Original-Biberschauplatz
Mittwoch, 28. März, 15 Uhr
Mittwoch, 18. April, 15 Uhr
Mittwoch, 25. April, 15 Uhr
im Murgauenpark, Frauenfeld
Für Kinder ab 5 Jahren
Mit Rahel Wohlgensinger (Puppenspiel), Giuseppe Spina (Schauspiel) und Simon Engeli (Idee und Regie) von der Theaterwerkstatt Gleis 5, mitproduziert vom Naturmuseum Thurgau und unterstützt von Pro Natura Thurgau.
Fr. 15.-

Informationen: www.naturmuseum.tg.ch

(ps/pd)

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