So klappt's auch ohne Sonnenschein
Gut gerüstet für den Camping-Trip
publiziert: Mittwoch, 19. Apr 2017 / 14:08 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 13. Jun 2017 / 17:46 Uhr
Wer mit zwei Zelten verreist und nur eines als Schlafplatz nutzt, kann das zweite Zelt als «Vorzelt» nutzen und dort nasse Sachen lagern.
Wer mit zwei Zelten verreist und nur eines als Schlafplatz nutzt, kann das zweite Zelt als «Vorzelt» nutzen und dort nasse Sachen lagern.

Natürlich ist schönes Wetter das, was sich jeder zur Urlaubszeit wünscht. Im Sommerurlaub sollte es bitteschön so warm sein, dass man braungebrannt vom Strandurlaub zurückkehrt. Im Winterurlaub darf die Sonnenbrille ebenso wenig auf der Packliste fehlen wie die Ski. Und beim Outdoor-Trip wünscht man sich ohnehin gutes Wetter und kann auf Dauerregen gern verzichten.

Wer allerdings nicht flexibel seine Sachen packen kann, sondern darauf festgelegt ist, an mit den Kollegen abgesprochenen Urlaubstagen oder zur Ferienzeit der Kinder zu verreisen, der hat häufig das Problem, dass das Wetter so gar nicht „urlaubstauglich“ sein möchte. Wie der Camping-Trip auch ohne gutes Wetter gelingt, verrät dieser Beitrag.

Tipp 1: Weg vom Boden und in den Pavillon

Camping heisst: Geschlafen wird auf der Isomatte und im Schlafsack. Damit gehen aber gleich zwei Probleme einher, wenn graue Wolken sich am Himmel zusammenrotten und mächtig grosse Regengüsse herabsenden: 1.) Es wird nass und 2.) es wird kalt. Deswegen lautet der erste Tipp: Weg vom Boden. Wer statt Isomatte und Schlafsack eine Hängematte einpackt, der entkommt dem nassen und ungemütlich kalten Boden. Eine Auswahl an Hängematten gibt es unter anderem bei campz.ch.

Da die Hängematte bekanntlich zwischen zwei Bäumen gespannt wird, muss man sich allerdings auch vom klassischen Zeltaufbau verabschieden und auf einen Pavillon setzen. Der bringt im Übrigen noch einen weiteren Vorteil mit sich: Er ist grösser und man kann darin stehen, ohne einen krummen Buckel zu machen. Ausgelegt mit einer Plane – Camping-Profis nennen diese „Groundsheet“ – kann darin ein kleiner Ess- oder Kochbereich eingerichtet werden – also rentiert sich die Idee des Pavillons an dieser Stelle gleich doppelt und erinnert ein wenig an das ausgeklügelte Raumkonzept eines Tiny Houses.

Alternativ kann eine Hängematte samt Halterung im klassischen Zelt aufgestellt werden. Tipp: Wenn die grauen Wolken sich lichten, kann diese Variante mit portablem Ständer auch am Strand aufgestellt werden und verhindert so, dass man direkt im Sand liegt.

Tipp 2: Nasses muss draussen bleiben

Wer erst nasse Schuhe oder Klamotten mit ins portable Wohn- und Schlafzimmer schleppt, der bringt buchstäblich auch die Nässe (und damit schnell die Kälte) mit ins Zelt. Daher gilt: Nasses muss draussen (bzw. im Vorzelt oder im Auto) bleiben. Idealerweise ist das Zelt oder der Pavillon zweigeteilt, so dass nicht erst vom Auto ins Zelt gehuscht werden muss.

Wenn doch etwas Nasses sich den Weg ins gemütliche Schlaf-Zelt (oder zur Hängematte) gebahnt hat, dann muss das schnell wieder getrocknet werden. Am besten funktioniert das in den speziellen Trockenräumen, die die meisten Zeltplätze bieten. Warum es wichtig ist, vor allem den Schlafsack gleich zu trocken, falls er dem Regen zum Opfer gefallen ist, verrät dieser Experten-Tipp: Schlafsäcke büssen schnell an ihrer Isolationsfähigkeit ein, wenn sie nass werden. Deswegen muss zügig an der Operation „Trockenlegung“ gearbeitet werden.

Tipp 3: Dem Zelt-Koller rechtzeitig vorbeugen

Wenn das Outdoor-Event zum Zelt-Trip wird, weil das Wetter Aktivitäten im Freien schier unmöglich macht, ist die Umsichtigkeit aller Zelt-Bewohner gefragt, um Ansätze des Zelt-Kollers bereits im Vorfeld zu ersticken. Diese Tipps helfen, auch bei lang anhaltendem Aufenthalt unter Starkregen nicht die Nerven zu verlieren:

  • Wer Ordnung im Zelt hält, verhindert, dass die gespannte Stimmung sich aufgrund des Messietums entlädt. Zudem hilft Ordnung auch dabei, Wichtiges (wie etwa Stirnlampen, Essensvorräte oder frische Wäsche) schnell wieder zu finden. Tipp: Am besten sollten gleich zu Beginn des Camping-Trips feste Plätze vergeben werden.

  • Gute Laune ist das A und O in jedem Urlaub. Doch der Bedarf an guter Laune steigt nahezu proportional zur Dauer des schlechten Wetters. Jetzt ist Zeit für Musik, ein gemeinsames Spiel oder gute Gespräche. Aber Achtung: Bei der Wahl der Musik gilt, dass jeder einmal wählen darf und gespielt werden ebenfalls reihum die Wunschspiele. 

  • Bereits bevor der Dauerregen startet, kann mit einigen Überlegungen zum Standort des Zeltes Weitsicht bewiesen werden: Der Platz sollte so ausgewählt werden, dass das Zelt sich nicht in einer Mulde befindet, nicht nahe dem Bachlauf aufgeschlagen wird und möglichst nah an Toilette oder Waschraum liegt. Wer besonders weitsichtig agieren möchte, kann Schilf, Äste oder Bretter bereit legen, die ggf. dabei helfen, einen Weg durch den Matsch zu bahnen.

  • Eine besonders helle Beleuchtung im Zelt ist zwar hilfreich, wenn gelesen oder gespielt wird, angenehm ist diese Beleuchtung mit Verhör-Charakter allerdings nicht. Für den Plausch im Zelt kann mit einer Zeltlaterne annähernd Lagerfeuer-Stimmung erzeugt werden. Achtung: Offenes Feuer ist hingegen im Zelt tabu.

Tipp 4: Der Realitätscheck

Durch die dünnen „Wände“ des Zeltes hört sich so mancher Regenguss schlimmer an, als er eigentlich ist. Daher ist es sinnvoll, den Realitätscheck zu machen und sich durchaus einmal vor die Reissverschluss-Tür zu wagen. Vielleicht zeigt sich dann auch, dass der Regen weniger geworden ist und das Prasseln vielleicht nur noch durch von den Ästen abfallende Tropfen so mächtig erscheint. Und wenn’s doch noch die buchstäblichen Strippen regnet, dann wurde das Zelt wenigstens kurz gelüftet. 

(cam/pd)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Wir ermöglichen Werbekunden die Präsentation ihrer Inhalte (Unternehmens- oder Produkteinformationen) im Look & Feel von wetter.ch. Meldungen sind je nach Rubrikenzugehörigkeit speziell gekennzeichnet. Für deren Inhalt ist ausschliesslich der jeweilige Auftraggeber verantwortlich.

NEWS BUCHEN
Wenn auch Sie Ihre aktuellen Neuigkeiten zur richtigen Zeit und am richtigen Ort zielgruppen- gerecht publizieren möchten, wenden Sie sich bitte an unser Verkaufsteam.

WERBUNG BUCHEN Gerne beraten wir Sie kompetent und individuell auch zu weiteren vielfältigen Werbemöglichkeiten in unserem Netzwerk.
Chris Sigrist
Chris Sigrist, sigrist@wetter.ch
Mobile +41 (0)78 648 30 22
Skype chris_vadian_net
 
News
         
GIACOMETTI BACON vom 29.4. bis 2.9. in der Fondation Beyeler in Riehen/Basel
Publinews Fondation Beyeler: 29. April - 2. September 2018  Basel - Mit Alberto Giacometti und Francis Bacon präsentiert die Fondation Beyeler ab dem 29. April 2018 zwei herausragende Protagonisten der Moderne, Freunde ... mehr lesen
Stimmungsbild aus der aktuellen Ausstellung im Naturmuseum Thurgau
Publinews Ob schlau, hinterlistig, tollpatschig oder gutmütig - in Märchen verkörpern Tiere menschliche Eigenschaften und prägen damit unser Tierbild. Manchmal ergänzen ... mehr lesen
Luftaufnahme Stiftsbezirk
Publinews Besuchen Sie die Region St.Gallen-Bodensee  Eine Wanderung mit Sicht auf den Bodensee, eine rasante Velofahrt über Stock und Stein oder ein gemütlicher Spaziergang entlang mediterraner ... mehr lesen
Affengott Hanuman versucht, die Sonne zu verschlingen. (Gemälde aus Bali)
Publinews Museum der Kulturen Basel  Sonnenanbeterinnen und Mondsüchtige kommen in der Ausstellung «Sonne, Mond und Sterne» auf ihre Kosten. Greifen Sie nach den Sternen und entdecken Sie den Hasen im ... mehr lesen
Seilpark Gantrisch AG
Publinews Seilpark Gantrisch... gigantrisch  Seilpark Gantrisch; der sympathische Seilpark mit den höchsten Plattformen in der Schweiz. mehr lesen
Landesmuseum Zürich
Publinews Landesmuseum Zürich  Das meistbesuchte kulturhistorische Museum der Schweiz präsentiert Geschichte von den Anfängen bis heute. Zusätzliche Eindrücke bieten die ... mehr lesen
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF