Hagel-Schäden sind doppelt so hoch wie angenommen
publiziert: Montag, 17. Aug 2009 / 13:02 Uhr / aktualisiert: Montag, 17. Aug 2009 / 17:12 Uhr

Bern - Der Hagelzug vom 23. Juli durchs Mittelland und die Zentralschweiz hat weit mehr Schäden angerichtet als ursprünglich angenommen. Inzwischen gehen die Versicherungen von einer Schadenssumme von über 440 Millionen Franken aus.

Die Hagel-Schäden im Kanton Bern sind mit 60 Mio. Franken weit höher als angenommen.
Die Hagel-Schäden im Kanton Bern sind mit 60 Mio. Franken weit höher als angenommen.
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Die grösste Zerstörung hinterliess der Sturm im Kanton Freiburg. Die kantonale Gebäudeversicherung bezifferte die Gebäudeschäden auf 80 Millionen Franken.

Unmittelbar nach dem Unwetter war noch von 50 Millionen die Rede gewesen. Mit 10'000 geschädigten Versicherten entspricht dies dem grössten Hagelereignis in der Geschichte der Freiburger Versicherung.

Rekord-Schäden

Ein ähnliches Bild im Kanton Bern: Rund 15'000 Hausbesitzer beklagten kaputte Dächer, Fassaden oder Fenster. Die kantonale Gebäudeversicherung geht inzwischen von einem Schaden in Höhe von 60 Millionen Franken aus - auch hier ein Rekordwert, wie die Versicherung mitteilte.

Auch im Waadtland und in der Innerschweiz wütete der Sturm nicht zu knapp. Im Kanton Waadt betragen die Gebäudeschäden mindestens rekordhohe 40 Millionen, der Kanton Luzern beziffert die verursachten Kosten auf 20 bis 25 Millionen Franken, wie eine Anfrage ergab.

Doch nicht nur Gebäude, auch viele Autos und Mobiliar wurden beschädigt. Vor allem Schäden an Fahrzeugen hinterliessen bei den privaten Versicherern der Schweiz eine gesalzene Rechnung.

Ob Axa Winterthur, Mobiliar, Allianz Schweiz oder die Vaudoise Versicherung: Der geschätzte Schaden liegt bei den von der Nachrichtenagentur SDA angefragten Unternehmen zwischen 30 und 70 Millionen Franken. Insgesamt summieren sich die Kosten der kontaktierten Firmen auf rund 200 Millionen Franken.

Auch der Ackerbau litt unter dem Hagel: Die Schweizer Hagelversicherung bezifferte die Schäden an Mais-, Raps- oder Kartoffelnfeldern letzte Woche auf über 35 Millionen Franken.

(sl/sda)

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