Aussergewöhnlich viele Blitze
Heftige Gewitter und Stürme in der Schweiz
publiziert: Mittwoch, 13. Jul 2011 / 07:19 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 13. Jul 2011 / 15:47 Uhr

Bern - Heftige Gewitter und Sturmböen haben in der Nacht auf Mittwoch über Teilen der Schweiz gewütet. Betroffen vom Gewitterzug waren vor allem die Kantone Bern, Solothurn, Aargau und Zürich. Die Behörden registrierten über 800 Schadenmeldungen.

7 Meldungen im Zusammenhang
In Matten bei Interlaken wurde ein Autofahrer leicht verletzt, als ein Baum auf den vorderen Teil seines Fahrzeuges gefallen war. Die Berner Kantonspolizei zählte bislang 150 Unwettermeldungen. Bäume wurden entwurzelt, Keller und Strassen überflutet.

Im Berner Oberland stürzten am Dienstag Bäume und Masten entlang der Schynige-Platte-Bahn um. Der letzte Zug in Richtung Tal musste vorsorglich gestoppt werden. Die 64 Passagiere wurden nach dem Gewitter per Helikopter ins Tal geflogen. Am Mittwoch fuhr die Bahn wieder gemäss Fahrplan, wie die Berner-Oberland-Bahnen mitteilten.

Haus in Zofingen evakuiert

Im Kanton Aargau waren bis zu 40 Feuerwehren und Angehörige von Kantons- und Regionalpolizei in der Nacht pausenlos im Einsatz. Die Polizei registrierte über 400 Meldungen wegen überfluteten Kellern, abgedeckten Hausdächern, eingeschlagenen Fenstern. Strassen waren von umgestürzten Bäumen blockiert.

Von den Unwettern heimgesucht wurden vor allem die Regionen Zofingen, Kulm, unteres Seetal, Wohlen und Baden. Die Notrufnummern 117 und 118 verzeichneten ab 1 Uhr innert Stundenfrist rund 1700 Anrufe. Die Kantonspolizei bot deshalb zusätzliche Mitarbeiter für ihre Einsatzzentrale auf.

In Zofingen mussten die Bewohner eines Hauses evakuiert werden, weil der Sturm das Gebäude stark beschädigt hatte, wie der Stadtrat mitteilte. Auf dem Zofinger Hausberg Heitern hinterliess das Unwetter eine Spur der Verwüstung. Ein angrenzendes Hirschgehege wurde arg in Mitleidenschaft gezogen. Tiere wurden aber nicht verletzt.

Im Nachbarkanton Solothurn registrierte die Polizei 40 Meldungen wegen umgestürzter Bäume und abgedeckter Dächer und 50 wegen Wassereinbrüchen. Am stärksten betroffen war das Gebiet zwischen der Stadt Solothurn und Schönenwerd.

Blitze lösen Alarmanlagen aus

Im Kanton Zürich mussten die Feuerwehren rund 150 Mal ausrücken, um Keller und Wohnungen auszupumpen und sich um überflutete Strassen zu kümmern. Die meisten Einsätze hatten sie in den Bezirken Bülach, Dielsdorf und Dietikon zu leisten, wie Schutz & Rettung mitteilte.

Auch im Baselbiet gab es Blitz-, Wasser- und Sturmschäden. Räume wurden überschwemmt, und Bäume stürzten oder wurden vom Blitz getroffen, was im ganzen Kanton Feuerwehren auf Trab hielt. Die Anzahl der Blitze sei so aussergewöhnlich hoch gewesen, dass teils Alarmanlagen angesprochen hätten, schrieb die Polizei.

Auf dem Vierwaldstättersee gerieten wegen des Unwetters am Dienstagabend Boote in Seenot. Sie brauchten Hilfe von der Wasserpolizei, wie die Luzerner Polizei meldete. Verletzt wurde niemand.

(bert/sda)

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