Gratis Einkaufstaschen
Heftige Kritik am Vorgehen des BAFU bei Plastiksäcken
publiziert: Freitag, 31. Jan 2014 / 16:45 Uhr / aktualisiert: Freitag, 31. Jan 2014 / 17:12 Uhr
Über die Umsetzung des Verbots von Gratis-Plastiksäcken ist noch kein Entscheid gefallen.(Symbolbild)
Über die Umsetzung des Verbots von Gratis-Plastiksäcken ist noch kein Entscheid gefallen.(Symbolbild)

Bern - Interessierte Kreise haben am Freitag über die Umsetzung des vom Parlament beschlossenen Verbots von Gratis-Plastiksäcken diskutiert. Das Vorgehen des federführenden Bundesamtes für Umwelt (BAFU) wurde heftig kritisiert.

4 Meldungen im Zusammenhang

Das BAFU hatte die interessierten Kreise zu einem Stakeholdertreffen eingeladen, um über die Umsetzung des Verbots zu diskutieren. Das Treffen war breit abgestützt, teilgenommen haben vom Grossverteiler über den Detailhandel bis zu den Plastikherstellern alle Interessierten.

Die Diskussion sei sehr sachlich geführt worden, sagte eine BAFU-Sprecherin. Die Stakeholder würden grundsätzlich die Stossrichtung der Motion des Freiburger CVP-Nationalrats Dominique de Buman unterstützen. Die Menge der Plastiksäcke solle eingedämmt werden und gleichzeitig solle auch die Mehrfachnutzung von Einkaufssäcken gefördert werden.

Diskutiert worden sei auch der Vorschlag, eine Kostenpflicht einzuführen für Einkaufstaschen und zwar unabhängig vom Herstellungsmaterial. Die Idee dahinter sei ebenfalls, den mehrfachen Gebrauch von Einkaufstaschen zu fördern. Kein Thema sei eine Gebühr oder eine Abgabe auf Einkaufstaschen.

Laut BAFU wird das Verbot der Wegwerfplastiksäcke im Rahmen der laufenden Revision der technischen Verordnung über Abfälle umgesetzt. Voraussichtlich werde das Verbot auf den 1. Januar 2015 in Kraft treten. Im Sommer werde es noch eine öffentliche Anhörung dazu geben. Mit den interessierten Kreisen werde es auch noch weitere Treffen geben, um das Thema zu vertiefen.

Harsche Kritik von Gewerbeverband und Konsumentenforum

Obwohl bis zum informellen Treffen vom Freitag noch keine Diskussion stattgefunden habe, sei im Anschluss daran bereits eine Mitteilung mit Ergebnissen geplant gewesen, kritisierten das Konsumentenforum kf und der Schweizerische Gewerbeverband (SGV).

Dabei habe der Entwurf der vom BAFU vorgefertigten Pressemitteilung nicht dem Sinn der ursprünglichen Motion entsprochen, die bloss ein vollständiges Verbot für Wegwerfsäcke fordere, schreibt das kf.

Das BAFU wolle grundsätzlich die Gratisabgabe aller Tragtaschen verbieten, also auch von Papiertragtaschen. Das kf spricht sich klar gegen ein generelles Abgabeverbot aus. Auch einem Verbot der kleinen Plastiksäcke steht das kf kritisch gegenüber und eine Abgabe oder Gebühr auf Plastiksäcken wird ebenfalls abgelehnt.

Der Gewerbeverband kritisierte das Vorgehen des BAFU ebenfalls als inkazeptabel. Das BAFU habe an der Austauschsitzung gleich Fakten schaffen wollen. Nicht nur Plastiksäcke, sondern sämtliche Tragtaschen sollten nicht mehr gratis abgegeben werden dürfen. «Mit diesem Vorgehen überschreitet das BAFU klar seine Kompetenzen und setzt sich über das Parlament hinweg», schreibt der SGV.

Es sei schlicht unhaltbar, dass sich die Verwaltung selber den Kompetenzbereich ausdehne. Es sei nicht Aufgabe des BAFU in administrativer Selbstherrlichkeit die Motion de Buman eigenständig auf sämtliche Tragtaschen auszudehnen. «Die involvierten Parteien waren heute nur noch zum Kopfnicken zu diesem präsentierten fait accompli an die Stakeholdersitzung bestellt worden», schreibt der SGV.

Eine BAFU-Sprecherin bestätigte, dass im Vorfeld des Treffens Texte vorbereitet worden seien. Dies sei aber nichts Aussergewöhnliches. Man habe sich dazu entschieden, weil das Thema in den letzten Wochen in den Medien breit thematisiert worden war. Deshalb sei in der Diskussion über die Kommunikation des Treffens auch über eine Medienmitteilung diskutiert worden. In der Diskussion sei aber dann klar geworden, dass dies keinen Sinn mache.

(ig/sda)

Kommentieren Sie jetzt diese wetter.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bern - Geht es nach den Plänen des ... mehr lesen
Dem Bund sind Plastiksäcke ein Dorn im Auge. (Symbolbild)
Jedes Jahr gelangen rund 6,4 Millionen Tonnen Müll ins Meer. (Symbolbild)
Horta - Unser Müll eilt uns selbst in ... mehr lesen
Strassburg - Plastik verpestet Weltmeere, Flüsse und die Natur. Das EU-Parlament will ... mehr lesen 1
Bis 2019 sollen die Bürger in der Europäischen Gemeinschaft 80 Prozent weniger der ganz leichten Plastiksäcke verwenden.
Kostenlose Plastiksäcke werden mehr und mehr zum Umweltproblem.
Brüssel - Europas Konsumenten sollen weniger Plastiktüten benutzen und so die Umwelt schonen. Dazu will die EU-Kommission den europäischen Staaten künftig auch nationale ... mehr lesen
Die Umwelt wird weniger verschmutzt.
Die Umwelt wird weniger verschmutzt.
Publinews Steigendes Umweltbewusstsein und eine strengere Gesetzgebung befördern die Nachfrage nach kreativen Ideen zum Recycling von Plastikabfällen. Der Schweizer ENESPA AG ist es in Kooperation mit der Biofabrik Technologies GmbH aus Dresden gelungen durch Weiterentwicklung der bekannten Thermolysetechnik hoch effizient und fast gänzlich CO2-frei, aus Plastikmüll hochwertiges Paraffinöl zu gewinnen. mehr lesen  
Publinews Das letzte Jahr war geprägt von Verzicht und vielen Kompromissen. Nach wie vor hält die Corona-Pandemie die Welt in Anspannung. Ausgangsbeschränkungen, ... mehr lesen  
Ab in den Garten.
Ein männliches und ein weibliches Tier wurden bereits im vergangenen Jahr in dieser Gegend registriert.
Abschuss noch kein Thema  Sitten - Seit Anfang Jahr wurden im Oberwallis mehrere Schafe von Wölfen gerissen. Zur letzten Attacke ... mehr lesen  
Ständerat schwenkt auf Linie des Nationalrats  Bern - Grosswasserkraftwerke sollen Subventionen erhalten, wenn sie den Strom zu tiefen Preisen verkaufen müssen. Darauf haben sich die eidgenössischen Räte geeinigt. Der Ständerat ist am Dienstag auf die Linie des Nationalrats eingeschwenkt. mehr lesen  
Wir ermöglichen Werbekunden die Präsentation ihrer Inhalte (Unternehmens- oder Produkteinformationen) im Look & Feel von wetter.ch. Meldungen sind je nach Rubrikenzugehörigkeit speziell gekennzeichnet. Für deren Inhalt ist ausschliesslich der jeweilige Auftraggeber verantwortlich.

NEWS BUCHEN
Wenn auch Sie Ihre aktuellen Neuigkeiten zur richtigen Zeit und am richtigen Ort zielgruppen- gerecht publizieren möchten, wenden Sie sich bitte an unser Verkaufsteam.

WERBUNG BUCHEN Gerne beraten wir Sie kompetent und individuell auch zu weiteren vielfältigen Werbemöglichkeiten in unserem Netzwerk.
Chris Sigrist
Chris Sigrist, sigrist@wetter.ch
Mobile +41 (0)78 648 30 22
Skype chris_vadian_net
 
News
         
Ohne Zwischenstopp erreichbare Fernziele.
Publinews Trotz bestehender Corona-Pandemie packt viele Menschen die Reiselust. In zahlreichen Sehnsuchtszielen ist Reisen wieder möglich. Allerdings müssen sich ... mehr lesen
Schlösser und Burgen.
Publinews Die Schweiz steht für Vielfalt - egal ob es um die Landessprache oder die Natur geht. Gerade die Region rund um die Alpen ist ein beliebtes Reiseziel für ... mehr lesen
Hotelier Alexander Hübner.
Publinews Wie wird die Hotelbranche der Zukunft aussehen und welche Art von Hotels werden angesichts der aktuellen und bevorstehenden ... mehr lesen
Ungestört mit dem Privatjet.
Publinews Nach Cannes, Nizza, Paris, Amsterdam, Düsseldorf oder London jetten? Von einem zentral in Europa gelegenen Flughafen wie dem von St. Gallen und Altenrhein in der Schweiz ... mehr lesen
Im Sommer wie im Winter ein ausgezeichnetes Urlaubsland.
Publinews Die frische Luft der Schweizer Alpen und der süsse Geschmack zart schmelzender Schweizer Schokolade sind nur zwei Gründe für einen Besuch in der wunderschönen ... mehr lesen
Die Urlaubszeit ist da!
Publinews Diese Destinationen sollten Sie in diesem Jahr nicht verpassen  Endlich ist es wieder soweit! Die Urlaubszeit ist da. Für diejenigen Schweizer, die ihren wohlverdienten Jahresurlaub nicht in ihrem schönen ... mehr lesen
Michael Walliser fährt leidenschaftlich gerne Motorrad.
Publinews Motorrad Kredit: Unbeschwerte Finanzierung  Michael Walliser (27) ist ein Mann, der Pläne umsetzt und seine Träume verwirklicht. Mit einem seriösen Privatkredit kann er seinen ... mehr lesen
Die Besucher strömen zur SOM.
Publinews Ein Expo-Festival der besonderen Art  «Als wir vor zehn Jahren mit der SOM begonnen haben, war das noch eine Idee, ein kleines Pflänzchen. Nach zehn Jahren ist sie DER ... mehr lesen
Skulpturen von Auguste Rodin (1840-1917) und Hans Arp (1886-1966).
Publinews Fondation Beyeler: 13. Dezember 2020 - 16. Mai 2021  Erstmals in einer Museumsausstellung trifft im Dialog zwischen Auguste Rodin (1840-1917) und Hans Arp (1886-1966) das bahnbrechende Schaffen des grossen Erneuerers der Bildhauerei ... mehr lesen
Versichern Sie sich gegen unvorhersehbare Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit oder unverschuldeter Arbeitslosigkeit.
Publinews Die faire Lösung für jeden Anspruch  Mit einem Kredit von kredit.ch haben Sie einen erfahrenen Kreditberater an Ihrer Seite. Um einen Kredit in der Schweiz zu beantragen, müssen einige ... mehr lesen
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF