Hochwasserschutz verschlingt Milliarden
publiziert: Sonntag, 28. Aug 2005 / 09:37 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 28. Aug 2005 / 10:17 Uhr

Bern - Der Hochwasserschutz wird in den nächsten Jahren Milliarden verschlingen. Dabei sei noch nicht einmal bekannt, wo überall investiert werden müsse, sagte Andreas Götz, Vizedirektor des Bundesamts für Wasser und Geologie.

Durch eine Gefahrenkarte sollen erneute Überschwemmungen verhindert werden.
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Erst in acht bis zehn Jahren wird nämlich die Gefahrenkarte für die besiedelten Gebiete der Schweiz fertig gestellt sein. «Dabei werden mit Bestimmtheit Gebiete auftauchen, die zwar gefährdet sind, in den letzten Jahren aber zufälligerweise verschont wurden», sagte Götz der «NZZ am Sonntag». Dort werde man etwas unternehmen müssen.

Derzeit 60 Millionen pro Jahr

Das werde zwar teuer, lohne sich aber. Als Beispiel nennt der Leiter Schutz vor Naturgefahren die Engelberger Aa, wo ein Hochwasserschutzprojekt für 26 Millionen Franken gebaut wurde. Damit hätten beim jetzigen Unwetter Schäden in der Höhe von mindestens 100 Millionen Franken vermieden werden können.

Bekannt sind allerdings schon einige grosse Bauvorhaben, die in den nächsten Jahren auf den Bund zukommen. Laut Götz wird allein die Sanierung der Werke an der Rhone eine Milliarde Franken kosten. Und auch die Korrektionswerke an Linth und Rhein müssten zum Teil erneuert werden. Gegenwärtig beträgt das Hochwasserschutz-Budget des Bundes 60 Millionen Franken pro Jahr.

Leuenberger will keine Schlagzeilen

Um wieviel diese Mittel aufgestockt werden müssen, ist von Umweltminister Moritz Leuenberger derzeit nicht zu erfahren. «Jetzt einfach ein paar Millionen zu verlangen, ist der kümmerliche Primärreflex, um in die Schlagzeilen zu kommen», sagte er in einem Interview mit dem «SonntagsBlick». Was es brauche, sei vor allem den «Willen zur Prävention». Beim Hochwasser habe sich wieder gezeigt, dass es sich lohne, in vorbeugende Massnahmen zu investieren.

(sda)

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