Hunderte von Leichen nach Sturm in Haiti geborgen
publiziert: Samstag, 6. Sep 2008 / 07:57 Uhr / aktualisiert: Samstag, 6. Sep 2008 / 19:34 Uhr

Port-au-Prince - Die Stürme in der Karibik lassen den Menschen keine Zeit zum Durchatmen. Während die Zahl der Toten durch den Hurrikan «Hanna» in Haiti auf 500 stieg, traf «Hanna» als Tropensturm im Südosten der USA aufs Festland.

Mit dem Sturm «Ike» drohen Haiti weitere Unwetter.
Mit dem Sturm «Ike» drohen Haiti weitere Unwetter.
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Begleitet von heftigen Regenfällen erreichte «Hanna» mit voller Wucht die Bundesstaaten South und North Carolina sowie Virgina. Die Regierungen von North Carolina und Virginia riefen den Notstand aus.

«Hanna» sorgte an der US-Küste für hohe Wellen. Der Sturm löste Rettungseinsätze entlang eines mehr als 1600 Kilometer langen Küstenstreifens aus.

Unterdessen näherte sich der noch mächtigere Hurrikan «Ike» den Bahamas, Kuba und Florida, wie das Nationale Hurrikan-Zentrum (NHC) der USA in Miami mitteilte.

Nur «Katrina» war stärker

Laut NHC ist «Ike» für die Region Florida die grösste Bedrohung seit dem Hurrikan «Andrew» 1992. In den USA wurden die Schäden dieses Sturms bisher nur von «Katrina» in Louisiana 2005 übertroffen.

Haiti, das ärmste Land des amerikanischen Kontinents, leidet noch immer unter den Folgen der Hurrikane «Gustav» und «Hanna» sowie des Tropensturms «Fay», die in den vergangenen drei Wochen 280 Menschen das Leben kosteten und heftige Überschwemmungen verursachten.

Steigende Opferzahlen

Allein durch «Hanna», der am Montag über Haiti hinweggezogen war, starben mindestens 500 Menschen. Die Zahlen der haitianischen Regierung seien allerdings nur provisorisch, sagte eine Sprecherin des UNO-Büros für die Koordination humanitärer Hilfe (OCHA).

Von «Stunde zu Stunde» gebe es weitere Opfer. Die am schwersten betroffenen Stadt Gonaives im Nordwesten des Landes war am Samstag noch immer überschwemmt. 200'000 Menschen hätten dort seit drei Tagen nicht gegessen, sagte der Senator Yuri Latortue.

Wie es aussehe, werde jedoch «Ike» an Haiti vorbeiziehen, sagte NHC-Sprecherin Karina Castillo. Die Ausläufer des Sturms könnten jedoch weitere Regengüsse mitbringen.

(tri/sda)

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