Verspäteter Fall
In den Bergen fällt bis zu zwanzig Zentimeter Neuschnee
publiziert: Sonntag, 3. Jan 2016 / 18:26 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 3. Jan 2016 / 22:06 Uhr
2015 mussten wir ohne viel Schnee auskommen. (Symbolbild)
2015 mussten wir ohne viel Schnee auskommen. (Symbolbild)

Bern - Der Winter meldet sich zurück: Am Berchtoldstag hat es in den Bergen endlich wieder einmal geschneit. Verbreitet gab es rund zehn Zentimeter Neuschnee, an machen Orten auch die doppelte Menge. In den nächsten Tagen dürfte die Schneedecke weiter anwachsen.

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Eine Front brachte der Schweiz am Samstag verbreitet Regen und Schnee. An vielen Bergstationen wurden ungefähr zehn Zentimeter Neuschnee gemessen, so etwa in Flumserberg im Kanton St. Gallen, wie Andreas Asch vom Wetterdienst MeteoSchweiz am Sonntag auf Anfrage sagte.

Manche Skigebiete durften sich über noch mehr Schnee freuen: Auf dem Säntis beispielsweise gab es 20 Zentimeter Neuschnee, auf der Schwägalp 21 Zentimeter. Im waadtländischen La Dôle fielen sogar 25 bis 30 Zentimeter Schnee.

Weiterhin auf Schnee warten muss das Flachland. Die Schneefallgrenze sank im Verlaufe des Samstags zwar, allerdings nur auf rund 800 Meter. Im Flachland fielen am Samstag statt Schneeflocken verbreitet 5 bis 15 Millimeter Regen.

Halber Meter Neuschnee

In den Bergen dürfte die Schneedecke in den nächsten Tagen stetig dicker werden. In der Nacht auf Sonntag zieht die nächste Front über die Schweiz, die erneut Niederschlag bringen dürfte. Auch in den kommenden Tagen regnet und schneit es immer wieder, wie Asch von MeteoSchweiz sagte. Die Schneefallgrenze dürfte zwischen 700 und 1000 Meter liegen.

Bis Samstag werden in den westlichen Alpen und im Wallis zwischen einem halben und einem ganzen Meter Schnee erwartet, im Osten dürften es zwischen 20 und 50 Zentimeter sein.

Nur ein Drittel der üblichen Schneemenge

Das dürfte die Skigebiete freuen, die bereits seit längerem auf die weisse Pracht warten. In den Schweizer Bergen liegt derzeit ungewöhnlich wenig Schnee - laut MeteoSchweiz nur rund 30 Prozent der langjährigen Norm.

Im Süden und im Engadin liege gar so wenig Schnee wie seit Messbeginn noch nie zu dieser Jahreszeit, schrieb das WSL-Institut für Schnee- und Lawinenforschung SLF am Samstag. Es stuft die Lawinengefahr im grössten Teil der Alpen derzeit als mässig ein, nur vereinzelt gilt die Gefahrenstufe «erheblich».

Die Lawinengefahr dürfte in der kommenden Woche jedoch im Norden und vor allem im Westen markant ansteigen. «Dort wird die Lawinensituation für Wintersportler sehr kritisch», schreibt das SLF auf seiner Homepage.

Erster Regen seit zwei Monaten

Etwas Entspannung bringt der Niederschlag hingegen der Alpensüdseite, die unter einer langanhaltenden Trockenheit leidet. In Ascona im Tessin beispielsweise fiel nach Angaben von SRF Meteo während 65 Tagen kein Regen.

Am Samstag regnete es in allen Gebieten des Südens, auch Ascona erhielt erstmals seit Ende Oktober wieder etwas Regen. Bis das Niederschlagsdefizit kompensiert sei, brauche es aber noch einige Zeit, schreibt SRF Meteo. Die Waldbrandgefahr ist im Tessin und in Teilen des Graubündens noch immer erheblich bis gross.

Nahe bei der Sonne

Wer trotz des trüben Wetters am Wochenende die Sonne zu Gesicht bekam, dem könnte diese grösser erschienen sein als sonst - und dies zu Recht: Die Erde erreichte am Sonntag nämlich den sonnennächsten Punkt ihrer jährlichen Umlaufbahn. Der Abstand betrug noch rund 147 Millionen Kilometer. Die maximale Entfernung, die am 4. Juli erreicht wird, beträgt 152 Millionen Kilometer.

«Damit kommt uns die Sonne heute rund 7 Prozent grösser vor als im Sommer zum Zeitpunkt der maximalen Entfernung», schreibt SRF Meteo. Auf die Temperatur hat die Distanz zwischen Erde und Sonne allerdings nur einen marginalen Einfluss.

 

(pep/sda)

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