Indios in Peru geben Strassen wieder frei
publiziert: Samstag, 20. Jun 2009 / 15:27 Uhr / aktualisiert: Samstag, 20. Jun 2009 / 15:44 Uhr

Lima - Nachdem das peruanische Parlament am Donnerstag zwei strittige Dekrete zur Ressourcen-Nutzung im Amazonas-Regenwald ausser Kraft gesetzt hat, haben die indianischen Ureinwohner nach eigenen Angaben mit dem Abbau von Strassensperren begonnen.

Die Ureinwohner im Nordosten von Peru protestieren seit Monaten. (Archivbild)
Die Ureinwohner im Nordosten von Peru protestieren seit Monaten. (Archivbild)
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Eine Strasse zwischen den Amazonas-Städten Yurimaguas und Tarapoto rund 1000 Kilometer nordöstlich von Lima seien wieder befahrbar, sagte der Sprecher eines Ureinwohner-Interessenverbands am Freitag. Jetzt müssten die Indianer und die Regierung beginnen, Probleme am Verhandlungstisch zu lösen, fügte er hinzu.

Die Ureinwohner im Nordosten des Landes protestieren seit Monaten gegen mehrere Dekrete von Präsident Alan García, mit denen die Regierung die Erschliessung des Gebiets etwa für Erdölbohrungen, Abholzungen und Landwirtschaft erleichtern will. Die Indianer hatten befürchtet, dass damit die Umwelt und ihr Lebensraum zerstört werde.

In der Umgebung der Stadt Bagua war es Anfang Juni zu schweren Ausschreitungen gekommen. Dabei starben nach offiziellen Angaben mindestens 34 Menschen, darunter 25 Polizisten und neun Ureinwohner. Vertreter der Ureinwohner sprachen indes von bis zu 30 getöteten Amazonas-Bewohnern, deren Leichen zum Teil beiseite geschafft worden seien.

Der UNO-Sonderbeauftragte für indigene Völker, James Anaya, forderte eine Untersuchung der blutigen Auseinandersetzungen durch eine unabhängige Kommission.

(bert/sda)

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