Tropensturm und doch gefährlich
«Irene» lässt Geisterstadt New York hinter sich
publiziert: Sonntag, 28. Aug 2011 / 16:24 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 28. Aug 2011 / 22:00 Uhr

New York - Der Wirbelsturm «Irene» hat auf seinem Zug entlang der US-Ostküste an Kraft verloren und als Tropensturm am Sonntag New York erreicht. Während der Sturm vielerorts Verwüstungen mit sich brachte, wurde die Millionenstadt nicht so stark getroffen, wie befürchtet.

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«Irene» machte New York jedoch vorübergehend zu einer Geisterstadt: Rund 370'000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen, der öffentliche Nahverkehr wurde komplett lahmgelegt, alle Flughäfen der Stadt blieben am Sonntag geschlossen. Die Stadtautobahnen waren leer gefegt, auf den Strassen waren kaum Fussgänger zu sehen.

Das Zentrum des Sturms traf New York am Sonntagvormittag - zwar abgeschwächt, aber noch immer mit die Windspitzen um die hundert Kilometer pro Stunde. Begleitet von Blitzen stand der Big Apple in einer regelrechten Regenwand. Gebiete am Ufer waren überschwemmt, Bäume wurden umgerissen.

Allerdings gaben die Rettungskräfte gegen Mittag vorsichtige Entwarnung. Um 15 Uhr Ortszeit (21 Uhr MESZ) hob New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg die Evakuierungsanordnung für Teile der grössten US-Stadt wieder auf. Die Menschen konnten wieder in ihre Häuser zurückkehren.

Lediglich Überschwemmungen in New York

Es habe in begrenztem Umfang an verschiedenen Stellen der Stadt Überschwemmungen gegeben, und rund 62'000 Haushalte seien von der Stromversorgung abgeschnitten, sagte Bloomberg wenige Stunden nach dem Durchzug des Sturms.

Hart werde es für die Millionen Menschen am Montagmorgen werden, die auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen sind, sagte Bloomberg weiter. Wann U-Bahn und Busse, die täglich in New York von rund fünf Millionen Menschen genutzt werden, wieder fahren, liessen die Behörden offen.

Insgesamt mindestens 14 Tote

Zuvor hatte «Irene» eine Spur der Verwüstung hinterlassen: Der Wirbelsturm, der einen enormen Durchmesser von rund 840 Kilometern hatte, war am Samstag in Cape Lookout in North Carolina mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 140 Stundenkilometern auf Festland getroffen. Danach zog er sich vorübergehend aufs Meer zurück.

Am Sonntagmorgen traf «Irene» in Atlantic City im Bundesstaat New Jersey ein zweites Mal auf Land und zog dann Richtung Norden weiter. Allein im Bundesstaat North Carolina starben nach Behördenangaben sechs Menschen, mindestens acht weitere Todesopfer wurden aus Virginia, Connecticut, Florida, Maryland und New Jersey gemeldet.

(bert/sda)

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