Javas Feuerberg verbreitet Angst und Schrecken
publiziert: Montag, 15. Mai 2006 / 21:50 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 16. Mai 2006 / 00:00 Uhr

Jakarta - Der indonesische Vulkan Merapi hat nach wochenlangem Brodeln seine Aktivität dramatisch verstärkt.

Der Merapi scheint kurz vor dem Ausbruch. (Archivbild)
Der Merapi scheint kurz vor dem Ausbruch. (Archivbild)
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Der Berg spie Gaswolken, glühende Lava, Asche und Gestein aus. Tausende Bewohner der Gegend flüchteten in Panik. Bis in vier Kilometer Entfernung seien Ascheregen und kleine Gesteinsbrocken niedergegangen, hiess es von der Merapi- Beobachtungsstation auf der Insel Java. Über dem Krater standen gigantische, dunkle Rauchwolken.

Mehrere Explosionen im Krater waren zu hören. «Der Merapi ist nun am Beginn der Eruptionsphase», sagte ein Vulkanologe der Station. «Er ist jedoch noch nicht in vertikale Richtung ausgebrochen.»

Provisorische Unterkünfte

Die grosse Mehrheit der Bewohner in der unmittelbaren Gefahrenzone sei inzwischen in Sicherheit, sagte ein Behördensprecher des Bezirks Magelang. Die Menschen - einige mit Tränen in den Augen - seien auf Lastwagen gestiegen, die sie in provisorische Unterkünfte gebracht hätten.

Nur einige Jugendliche und Männer seien in den gefährdeten Ortschaften zurückgeblieben, um nach Vieh und Häusern zu schauen. Sie seien aber auf eine sofortige Flucht vorbereitet.

Alarmstufe Rot

Am Wochenende war für die Gegend rund um den Berg die Alarmstufe Rot verhängt worden, bei der alle Bewohner aufgerufen sind, sich umgehend in Sicherheit zu bringen. Zunächst hatten jedoch nicht einmal die Hälfte der rund 30 000 Bewohner der Gefahrenzone Schutz in Notunterkünften gesucht.

Viele fürchteten, ihr Hab und Gut könnte Plünderern zum Opfer fallen. Andere warteten auf ein Zeichen traditioneller Geistlicher. Einige Bewohner sagten, sie würden lieber auf Warnzeichen der Natur achten, als den Anweisungen der Behörden zu trauen.

Fliehende Tier

So seien Blitze am Gipfel des Vulkans und von den Berghängen fliehende Tiere deutliche Zeichen, dass ein Ausbruch unmittelbar bevorstehe. Die grösste Gefahr bestehe für die Gegenden im Süden und Südwesten des Merapi in einem Radius von zehn Kilometern, sagte ein Vulkanologe.

Laut Experten schickt der Vulkan inzwischen alle 10 bis 20 Minuten Gaswolken zu Tal, die mehrere hundert Grad heiss sind.

(ht/sda)

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