Heftigste Regenfälle seit 40 Jahren
Katastrophenalarm und Notstand in Kolumbien
publiziert: Mittwoch, 8. Dez 2010 / 07:45 Uhr
«Die Anforderungen übersteigen unsere wirtschaftlichen Fähigkeiten und auch die Kapazitäten der Hilfsorganisationen», sagte Santos
«Die Anforderungen übersteigen unsere wirtschaftlichen Fähigkeiten und auch die Kapazitäten der Hilfsorganisationen», sagte Santos

Bogotá - Angesichts der heftigsten Regenfälle seit 40 Jahren hat die kolumbianische Regierung am Dienstag (Ortszeit) Katastrophenalarm ausgelöst. Zugleich wurde der wirtschaftliche, soziale und ökologische Notstand ausgerufen.

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In einer landesweit übertragenen Radioansprache sagte Präsident Juan Manuel Santos, mit den Massnahmen würden die rechtlichen und finanziellen Voraussetzungen geschaffen, um den Betroffenen zu helfen. Bislang leiden bis zu zwei Millionen Menschen unter den Folgen der seit Oktober andauernden schweren Niederschläge.

Über 200 Tote

Bisher wurden 206 Tote, 246 Verletzte und 119 Vermisste infolge von Hochwasser und Erdrutschen gezählt. 330'000 Familien seien auf Notunterkünfte und Lebensmittelhilfen angewiesen. Mehr als 2000 Häuser wurden völlig zerstört, an 275'000 Gebäuden entstanden Schäden.

Auch das Strassennetz, die Stromversorgung und andere Infrastruktureinrichtungen sowie die Landwirtschaft wurden in Mitleidenschaft gezogen.

Die schlimmste Einzelkatastrophe ereignete sich am Sonntag in dem Ort Bello nördlich von Medellín. Dort wurden nach einem Erdrutsch bisher 36 Tote gefunden. Weitere 88 Menschen, für die es so gut wie keine Hoffnung mehr gab, wurden vermisst.

«Die Anforderungen übersteigen unsere wirtschaftlichen Fähigkeiten und auch die Kapazitäten der Hilfsorganisationen», sagte Santos. Kolumbien hatte schon vor knapp zwei Wochen das Ausland um Hilfe gebeten.

«La Niña»

Die nach Angaben von Meteorologen heftigsten Niederschläge seit vier Jahrzehnten sind Folge des Wetterphänomens «La Niña» (Spanisch: das Mädchen), das alle paar Jahre auftritt.

Vor der Pazifikküste Südamerikas strömt dabei kaltes Wasser aus der Tiefe nach oben. Dies führt in einigen Bereichen des Subkontinents zu Dürren, in anderen zu überdurchschnittlich hohen Niederschlägen. Die Regenperiode könnte nach Angaben von Meteorologen noch bis Anfang kommenden Jahres andauern.

(ade/sda)

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