Klima: China wirft Westen Sabotage vor
publiziert: Montag, 5. Okt 2009 / 14:11 Uhr / aktualisiert: Montag, 5. Okt 2009 / 16:24 Uhr

Bangkok - China hat den Industrieländern Sabotage vorgeworfen, um das Kyoto-Protokoll zu kippen. «Hier handelt es sich um eine konzertierte Aktion», sagte der Sprecher der chinesischen Delegation, Yu Qingtai, bei den Klimaverhandlungen in Bangkok.

In Bangkok wird um den Entwurf eines neuen Weltklimavertrags gerungen.
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«Ich habe bislang noch kein einziges Industrieland oder eine Gruppe von Industrieländern gesehen, die deutlich gesagt haben, dass sie nicht hier sind, um das Kyoto-Protokoll zu killen», sagte Yu. Unter dem Kyoto-Protokoll haben sich die Industrieländer verpflichtet, ihre Emissionen zu reduzieren. Die Ziele sind noch nicht erreicht.

Für die Entwicklungsländer käme ein vorzeitiges Ende des Protokolls, dessen Bestimmungen bis 2012 gehen, einem Vertragsbruch der Industrieländer gleich. Sie fürchten, dass ein neues Abkommen hinter den Verpflichtungen von Kyoto bleiben könnte.

China gehört zur Gruppe der Entwicklungsländer. Der Leiter der schwedischen Delegation, Anders Turesson, betonte, dass die Europäische Union ein Klimaschutzabkommen wünscht, das alle Elemente des Kyoto-Protokolls enthält.

In Bangkok diskutieren Unterhändler von mehr als 170 Ländern über den Entwurf für einen neuen Weltklimavertrag, der im Dezember in Kopenhagen verabschiedet werden soll. Das Dokument umfasst noch mehr als 100 Seiten und soll bis Ende der Woche auf rund 40 Seiten gekürzt werden.

Die konkreten Entscheidungen - welche Länder ihre klimaschädlichen Emissionen um wie viel reduzieren und welches Land wie viel Geld für Klimaschutz und Anpassungsmassnahmen zur Verfügung stellt - werden erst in Kopenhagen erwartet.

(ht/sda)

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