Klimabericht von USA «gekrümmt»
publiziert: Freitag, 6. Apr 2007 / 12:25 Uhr / aktualisiert: Freitag, 6. Apr 2007 / 13:29 Uhr

Brüssel - Der Weltklimarat der UNO hat sich am Freitag in Brüssel auf einen Bericht zur Erderwärmung geeinigt. Der Report solle in einigen Stunden veröffentlicht werden, sagte der Vorsitzende des Gremiums, Rajendra K. Pachauri.

Die USA und China beanstandeten den Bericht.
Die USA und China beanstandeten den Bericht.
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Das Treffen des Rates sei nun beendet, erklärte er nach einer Marathonsitzung, die die ganze Nacht über gedauert hatte. Der Vorsitzende äusserte sich zunächst nicht zum Inhalt des Berichts.

Nach Angaben aus Delegationskreisen wurde kritische Passagen gestrichen. Die Fachleute aus 130 Ländern hätten dem Drängen der USA und Chinas nachgegeben.

Ohne US-Klimaschäden

Ein Abschnitt zu erwarteten Klimaschäden in Nordamerika komme nicht mehr vor. Im Entwurf hatte es zunächst geheissen, als Folge der Erderwärmung werde es auf dem Kontinent unter anderem Wirbelstürme, Trockenheit, Überflutungen und Brände geben.

Dieser Passus sei auf Druck der USA gestrichen worden, berichteten Delegierte. China habe in den Verhandlungen darauf bestanden, eine Textstelle zu entfernen, wonach gewisse Schäden mit «sehr hoher Wahrscheinlichkeit» eintreten würden.

Wissenschaftler aufgestanden

Anwesende Wissenschafter seien daraufhin aufgestanden und hätten einen Erhalt dieses Hinweises verlangt. Daraufhin wurde eine Kompromissformel gesucht.

Der Bericht ist die wichtigste Studie über die Auswirkungen des Klimawandels auf verschiedene Weltregionen seit 2001. In die Studie fliessen die Erkenntnisse von 2500 Wissenschaftern ein. Sie schliesst an einen UNO-Bericht vom Februar an, der das Ausmass der Erderwärmung im weltweiten Überblick darstellte.

«Hier und Jetzt»

An einer Medienkonferenz sprach Martin Hiller, WWF-Experte für Klima, von einem starken Bericht. Der Report zeige, dass die Folgen des Klimawandels «hier und jetzt» zu sehen seien und sich weiter verschlimmern werden, falls der Mensch nicht gegensteuere. «Ignoranz ist keine Option», erklärte der WWF in Brüssel.

(ht/sda)

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