Lage in den Überschwemmungsgebieten in Karibik weiter angespannt

publiziert: Samstag, 29. Mai 2004 / 18:43 Uhr

Santo Domingo - Die Lage der Überlebenden in den Überschwemmungsgebieten Haitis und der Dominikanischen Republik hat sich dramatisch verschärft: In den Katastrophenregionen wächst die Seuchengefahr.

Allein in der dominikanischen Grenzstadt Jimani waren in der Nacht zum Montag mindestens 338 Menschen von einer Flutwelle in den Tod gerissen worden.
Allein in der dominikanischen Grenzstadt Jimani waren in der Nacht zum Montag mindestens 338 Menschen von einer Flutwelle in den Tod gerissen worden.
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Ausserdem erschweren neue Regengüsse die Arbeit der Helfer, die sich um die Versorgung von Zehntausenden bemühen. Nach den bisherigen Angaben sind rund 2000 Menschen ums Leben gekommen. Viele Menschen würden noch vermisst. Nach UNO-Angaben dürften insgesamt fast 50 000 Menschen in beiden Ländern von der schwersten Hochwasserkatastrophe seit Jahrzehnten betroffen sein.

Internationale Hilfsorganisationen bringen Nahrung, Trinkwasser und Erste-Hilfe-Material in die Überschwemmungsregionen. Die Schweiz hatte am Freitag zwei weitere Mitglieder des Schweizerischen Korps für humanitäre Hilfe (SKH) nach Hispaniola entsandt.

Die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) hatte auf Grund einer Lagebeurteilung zweier Schweizer Experten vor Ort bereits am Donnerstag einen Kredit von 300 000 Franken für Nothilfe freigegeben. Diese Mittel würden durch die auf der Karibikinsel tätigen internationalen Organisationen eingesetzt, heisst es in einer DEZA-Mitteilung.

Nach Angaben der Internationalen Vereinigung der Gesellschaften Rotes Kreuz und Roter Halbmond versuchen Helfer, an Boote zu kommen, um Leichen bergen zu können. Das stellt ein ernstes Gesundheitsrisiko für die Bevölkerung dar, sagte Mitarbeiter Marko Kokic dem Sender BBC.

Allein in der dominikanischen Grenzstadt Jimani waren in der Nacht zum Montag mindestens 338 Menschen von einer Flutwelle in den Tod gerissen worden. In Haiti waren nach Radioberichten mehr als 1600 Menschen umgekommen. Allein im Dorf Mapou im Südosten des Landes seien 1000 Menschen gestorben.

Haitis Premierminister Gerard Latortue kündigte beim EU-Lateinamerika-Gipfel im mexikanischen Guadalajara ein Wiederaufforstungsprogramm für Haiti an. Dort hatte die fast vollständige Abholzung der Wälder die Auswirkungen der heftigen Regenfälle verschärft.

(bsk/sda)

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