Leichte Entspannung bei Waldbränden in Russland
publiziert: Donnerstag, 12. Aug 2010 / 09:50 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 12. Aug 2010 / 20:37 Uhr
Leichte Entspannung im Umkreis von Moskau.
Leichte Entspannung im Umkreis von Moskau.

Moskau - Erstmals Durchatmen in Russland nach wochenlangem Kampf gegen die Feuersbrunst und radioaktive Gefahr: Die Einsatzkräfte haben die schwersten Waldbrände der russischen Geschichte etwas eingedämmt. Die Strahlenwerte sind im normalen Bereich, wie die Behörden mitteilten.

5 Meldungen im Zusammenhang
Aufgrund der leichten Entspannung hob Kremlchef Dmitri Medwedew in drei von sieben Regionen den Ausnahmezustand auf. Insgesamt aber gilt die Lage wegen der Gluthitze und Dürre weiter als angespannt.

Der Ausnahmezustand in den Gebieten um Moskau und Nischni Nowgorod sowie in der Teilrepublik Mordwinien und in der Region Rjasan bleibt in Kraft. Die Lage sei dort schwierig, sagte Medwedew nach Angaben der Agentur Interfax.

Angesichts der immensen Ernteeinbussen und der monatelangen Dürre warnte der Kremlchef Spekulanten vor Preistreiberei bei Lebensmitteln. Medwedew gab an, ein Viertel der Getreideaussaat sei wegen der Dürre vernichtet. Russland hatte deswegen bereits ein Exportverbot verhängt. Medien hatten berichtet, dass Brot und Mehl, aber auch viele andere Produkte, um bis zu 20 Prozent teurer geworden seien.

Noch 560 Feuer

Die Gesamtzahl der Feuer in Russland verringerte sich nach offiziellen Angaben auf 560. Am Vortag war noch von deutlich mehr als 600 Bränden die Rede gewesen. Landesweit loderten mehr als 60 Grossfeuer. Auch die Grösse der brennenden Fläche verringere sich, sagte der Leiter des nationalen Krisenzentrums, Wladimir Stepanow.

In den Regionen, die nach der Atomkatastrophe von Tschernobyl 1986 radioaktiv verseucht worden waren, seien keine erhöhten Strahlenwerte gemessen worden, sagte Stepanow. Die Feuer in diesen Gebieten würden jeweils innerhalb eines Tages gelöscht. Am Donnerstag war ein neues Torffeuer nur 60 Kilometer südlich der stillgelegten Atomanlage von Tschernobyl auf ukrainischem Boden ausgebrochen.

Weiterhin besonders angespannt war die Situation am Ural, wo Häuser evakuiert wurden. In der Region Nischni Nowgorod - etwa 400 Kilometer östlich von Moskau - brannte erneut ein Dorf nieder. Niemand wurde verletzt.

(bert/sda)

Kommentieren Sie jetzt diese wetter.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Moskau - Erneut bedrohen die seit ... mehr lesen
Das Kernkraftwerk Tschernobyl verseuchte 1986 weite Gebiete, die jetzt von den Bränden gefährdet sind.
Die Brände in Russland breiten sich weiter aus.
Moskau - Die Waldbrände in der Umgebung der russischen Atomforschungsanlage von Sarow in der Region Nischni Nowgorod breiten sich gefährlich aus. Dies teilte der Chef des ... mehr lesen
Lissabon - Rund 20 grössere ... mehr lesen
Mehr als 300 Feuerwehrmänner kämpften gegen die Feuerfronten. (Symbolbild)
Moskau - Bei den schwersten Waldbränden der russischen Geschichte zeichnet sich keine Entspannung ab. Die Feuerwalze rollt weiter. Tausende Einsatzkräfte versuchen, ein Übergreifen der Flammen auf Atomanlagen und radioaktiv verseuchte Gebiete zu verhindern. mehr lesen 
Moskau - Russland bekommt die Waldbrände, die seit Wochen im europäischen Teil des Landes wüten, nicht in den Griff. Im Ural bedrohen die Flammen mittlerweile die Atomanlagen von Majak und Sneschinsk. mehr lesen 
Das ganze Städtchen wurde Anfang Mai komplett evakuiert.
Das ganze Städtchen wurde Anfang Mai ...
Nach Waldbrand  Montréal - Nach dem Abebben der verheerenden Waldbrände in Kanada können die meisten Bewohner von Fort McMurray ab Mittwoch in ihre Häuser zurückkehren. Lediglich die rund 9000 Bewohner der drei am schlimmsten betroffenen Stadtteile müssten noch warten. mehr lesen 
Brandursache wird ermittelt  In San Bernardino ist es am Donnerstagnachmittag in einem Appartementhaus zu einem Brand in einer Sauna gekommen. Es entstand beträchtlicher ... mehr lesen  
Die verrusste Sauna nach dem Brand.
Wir ermöglichen Werbekunden die Präsentation ihrer Inhalte (Unternehmens- oder Produkteinformationen) im Look & Feel von wetter.ch. Meldungen sind je nach Rubrikenzugehörigkeit speziell gekennzeichnet. Für deren Inhalt ist ausschliesslich der jeweilige Auftraggeber verantwortlich.

NEWS BUCHEN
Wenn auch Sie Ihre aktuellen Neuigkeiten zur richtigen Zeit und am richtigen Ort zielgruppen- gerecht publizieren möchten, wenden Sie sich bitte an unser Verkaufsteam.

WERBUNG BUCHEN Gerne beraten wir Sie kompetent und individuell auch zu weiteren vielfältigen Werbemöglichkeiten in unserem Netzwerk.
Chris Sigrist
Chris Sigrist, sigrist@wetter.ch
Mobile +41 (0)78 648 30 22
Skype chris_vadian_net
 
News
         
Ausstellung von Jayn Erdmanski: Strange Theory of Light and Matter
Publinews Galerie vor der Klostermauer: 25. Okt. bis 17. Nov. 2019  Die St.Galler Künstlerin Jayn Erdmanski zeigt ab 25. Oktober ihre neuen Arbeiten in der Galerie vor der Klostermauer. In der ... mehr lesen
Publinews Ab in die römische Antike!  Der grösste Silberschatz der Antike, das imposante Theater, das romantische Römerhaus, spannende Mitmach-Aktionen, tolle Picknickplätze ... mehr lesen
Publinews Ausstellung bis 9. August 2020  Sitzt du noch oder bewegst du dich schon? Eine Ausstellung im Anatomischen Museum Basel thematisiert die Auswirkungen sportlicher Betätigung auf ... mehr lesen
-
Publinews Papiliorama  Tauchen Sie ein in die faszinierende Welt der Tiere und Pflanzen: erleben Sie das bunte Ballett der exotischen Schmetterlinge, welche frei um Sie herumfliegen, ... mehr lesen
Publinews Atzmännig, bekannt als Freizeitparadies vor den Toren Zürichs, mit seiner Rodelbahn, dem Freizeitpark und Seilpark, bietet Spass und Nervenkitzel mitten in der Natur. ... mehr lesen
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF