Malediven wollen in einer Dekade CO2-neutral sein
publiziert: Mittwoch, 18. Mrz 2009 / 09:16 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 18. Mrz 2009 / 12:10 Uhr

London/Berlin - Innerhalb einer einzigen Dekade will der neue Präsident der Malediven, Mohammed Nasheed sein 1200 Inseln umfassendes Staatsgebiet CO2-neutral machen.

Solar- und Windenergie sollen auf den Malediven fossile Brennstoffe ersetzen.
Solar- und Windenergie sollen auf den Malediven fossile Brennstoffe ersetzen.
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Die nur 298 Quadratkilometer grosse Republik gehört zu den am stärksten gefährdeten Ländern, da es an vielen Stellen nur wenige Meter aus dem Meer ragt.

Ein Anstieg des Meeresspiegels hätte fatale Folgen für die dort lebende Bevölkerung. Nasheed will für viele andere Nationen ein Vorbild in Sachen Klimaschutz sein, berichtet BBC-online.

Nicht mehr als 1,8 Meter über Meer

Keine einzige Malediven-Insel ragt mehr als 1,8 Meter aus dem Meer empor. Gerade dieser Umstand macht das Land vor dem indischen Subkontinent so verletzlich.

Mit einer Einwohnerzahl von rund 280'000 sind die Inseln, von denen ein Grossteil nicht bewohnt ist, relativ dicht besiedelt. Die Kosten der Energieversorgungsumstellung werden auf rund 110 Mio. Dollar jährlich geschätzt.

«Nicht nur herumsitzen»

«Wir verstehen mehr als andere, welche gravierenden Folgen uns drohen, wenn wir nicht schleunigst etwas gegen die globale Erwärmung unternehmen», so der Präsident.

Man wolle nicht nur herumsitzen und den Rest der Welt dafür verantwortlich machen, sondern aktiv dagegen steuern. «Hoffentlich werden wir es schaffen CO2-neutral zu werden und können dann ein Vorbild für andere Länder werden.»

«Wir glauben, dass wir das schaffen können und denken, dass jeder in das Projekt eingebunden werden soll. Wir gehen davon aus, dass dies kein leichtes Unterfangen sein wird», erklärt der Präsident im Telefoninterview mit BBC.

Armut als grösstes Problem

Erschwerend komme noch hinzu, dass ein Grossteil der Einwohner der Inseln sehr arm ist. «Wir haben für die Implementierung veralteter Energiequellen sehr viel Geld ausgegeben. Das soll nun ein Ende haben.»

Die Malediven sind ein Fremdenverkehrsziel von sonnenhungrigen Erholungssuchenden und erfreuen sich grosser Beliebtheit. Mehr als 600'000 Besucher - davon 75 Prozent aus Europa - reisen jährlich auf die Inseln im Indischen Ozean. Der Tourismus ist auch der grösste Wirtschaftsfaktor und deckt über 30 Prozent des BIP.

Kontakt mit Einheimischen

Rund 25'000 Malediver arbeiten in diesem Wirtschaftszweig. «Auch 2008 ist die Anzahl der Besucher nicht gesunken, sondern auf konstantem Niveau geblieben», erklärt Tourismusminister Mohammed Sawat bei der diesjährigen ITB Berlin.

Man wolle das Konzept «Eine Insel - ein Resort» erweitern, um auch zukünftig hohe Besucherzahlen zu erreichen. «Reisende sollen zudem immer öfter in Kontakt mit Einheimischen kommen», so Sawat.

Sein Ministerium unterstütze daher den Ausbau des Transportnetzes, damit Touristen schneller zwischen den Inseln reisen können.

(tri/pte)

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