Mehr Sonne und ein verheerender Regen
publiziert: Mittwoch, 18. Jan 2006 / 13:25 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 18. Jan 2006 / 13:42 Uhr

Bern - Der extreme Regen im August 2005 war in der Schweiz der verheerendste seit 1901, wie MeteoSchweiz im diesjährigen Witterungsbericht festhält.

Die Ursache für die aussergewöhnlichen Starkregen war ein Tief, welches vom Golf von Genua über die Ostalpen nordostwärts zog.
Die Ursache für die aussergewöhnlichen Starkregen war ein Tief, welches vom Golf von Genua über die Ostalpen nordostwärts zog.
Das vergangene Jahr war zudem beidseits der Alpen wärmer als im langjährigen Mittel. Die heftigen Regenfälle am Alpennordhang am 21./22. August forderten in der Schweiz sechs Menschenleben und verursachten am Alpennordhang Schäden von rund zwei Milliarden Franken. Getroffen wurden vor allem das Berner Oberland und die Innerschweiz, auch das Voralpengebiet wurde teilweise heimgesucht.

In Bern schoss die Aare direkt durch das Mattequartier. Thuner-, Vierwaldstätter- und Bielersee traten über die Ufer. Die meisten Messorte registrierten die grössten Regensummen seit 1901 für einen, zwei und fünf Tage. Lokal wurden die bis dahin grössten Summen für 24 Stunden um mehr als das Doppelte übertroffen.

Die Ursache für die aussergewöhnlichen Starkregen war ein Tief, welches vom Golf von Genua über die Ostalpen nordostwärts zog. Es schaufelte feuchtwarme Mittelmeerluft in einem Bogen über Ungarn, Tschechien, Österreich und Deutschland zu den Alpen, wo die Warmluft gestaut wurde.

Extremes Niederschlagsdefizit auf der Alpensüdseite

Insgesamt war das Jahr 2005 vor allem im Westen, im Wallis, in Graubünden und im Tessin niederschlagsärmer als im langjährigen Durchschnitt. Auf der Alpensüdseite war das Niederschlagsdefizit sogar extrem. Dort fielen in allen zwölf Monaten unternormale Regenmengen.

Auf der Alpennordseite reichte es gebietsweise für normale Jahressummen. In der Innerschweiz war dies vor allem wegen den Starkregen vom August der Fall.

Zu kalt in den Niederungen

In den Niederungen war es 2005 ausserordentlich warm. Sehr gross war der Wärmeüberschuss im Juni. Auch die Monate Mai und Oktober waren deutlich wärmer als normal. In den meisten Landesteilen deutlich kälter als normal war es im Februar und Dezember, in höheren Lagen auch im August und November.

In den meisten Gebieten war es 2005 sonniger als im langjährigen Mittel. Bedeutend war der Sonnenüberschuss im Mittelland, besonders von Genf bis Yverdon. Den Hauptbeitrag an Sonnenstunden lieferte der Juni. Ebenfalls im ganzen Land sonniger als normal waren Mai, März und Januar.

(fest/sda)

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