Rettungsteams im Dauereinsatz
Mehrere Tote wegen Überschwemmungen in Südamerika
publiziert: Freitag, 25. Dez 2015 / 08:56 Uhr / aktualisiert: Freitag, 25. Dez 2015 / 09:25 Uhr
Allein in Paraguays Hauptstadt Asuncion und Umgebung waren 125'000 Haushalte ohne Strom. Im ganzen Land mussten 130'000 Menschen ihre Häuser verlassen. (Symbolbild)
Allein in Paraguays Hauptstadt Asuncion und Umgebung waren 125'000 Haushalte ohne Strom. Im ganzen Land mussten 130'000 Menschen ihre Häuser verlassen. (Symbolbild)

Asunción - Schwere Überschwemmungen haben das Weihnachtsfest in mehreren Ländern Südamerikas überschattet. Am schlimmsten ist die Lage in Paraguay. Dort starben mindestens vier Menschen durch umstürzende Bäume. Zehntausende mussten ihre Häuser verlassen.

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Nach heftigen Unwettern stiegt der Hochwasserpegel des Río Paraguay, der auch durch die Hauptstadt Asuncion fliesst, weiter an. Allein in Asuncion und Umgebung waren 125'000 Haushalte ohne Strom. Im ganzen Land mussten 130'000 Menschen ihre Häuser verlassen.

Rettungsteams waren nach Angaben der Behörden auf dem Weg zu Dutzenden eingeschlossenen Familien. Präsident Horacio Cartes verhängte den Notstand, um rasch zusätzliche Mittel für die betroffenen Regionen freizumachen.

Auch im Nordosten Argentiniens verschärfte ununterbrochener Regen die Lage. In der Stadt Corrientes erlitt ein 13-jähriger Junge örtlichen Medienberichten zufolge einen tödlichen Stromschlag.

Bürgermeister Enrique Crest sprach von den schlimmsten Überschwemmungen seit einem halben Jahrhundert. In der Provinz Entre Ríos mussten mindestens 10'000 Menschen in Sicherheit gebracht werden. Vizepräsidentin Gabriela Michetti reiste am Donnerstag in die betroffene Region, um sich ein Bild vom Ausmass der Schäden zu machen.

Im bolivianischen Amazonasgebiet im nahe der Grenze zu Brasilien gelegenen Ort Guayaramerín kamen nach heftigen Regenfällen und Überschwemmungen zwei Menschen ums Leben, wie örtliche Rettungskräfte mitteilten.

Uruguay hatte bereits am Mittwoch über drei Regionen im Norden den Notstand verhängt. Bis Donnerstag mussten 5500 Menschen in Notunterkünfte wechseln, während sich die Situation weiter verschlechterte.

(asu/sda)

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