Mit weniger Kindern gegen den Klimawandel
publiziert: Mittwoch, 18. Nov 2009 / 14:20 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 18. Nov 2009 / 18:48 Uhr

Genf - Das Bevölkerungswachstum ist nach Ansicht der UNO mitverantwortlich für die globale Klimaerwärmung. Sie empfiehlt deshalb, weniger Kinder in die Welt zu setzen, um die Emission von klimaschädlichen Treibhausgasen zu reduzieren.

In Entwicklungsländern werden jährlich 76 Millionen Frauen ungewollt schwanger. (Bild: somalische Frauen beim Nähen)
In Entwicklungsländern werden jährlich 76 Millionen Frauen ungewollt schwanger. (Bild: somalische Frauen beim Nähen)
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Zum erfolgreichen Kampf gegen den Klimawandel bedürfe es weltweit einer besseren Familienplanung, konsequenten Gesundheitspolitik und einer stärkeren Frauenförderung, hält der Fonds der Vereinten Nationen für die Bevölkerung (FNUAP) im Weltbevölkerungsbericht 2009 fest.

«Die Bekämpfung des Klimawandels ist nicht nur eine technologische oder finanzielle Frage. Es gibt bei diesem Phänomen eine demographische Dimension, die wir in die Politik miteinbeziehen sollten», sagte FNUAP-Direktor Werner Haug bei der Präsentation des Berichts.

Rascher Anstieg durch Bevölkerungswachstum

Schnelles Bevölkerungswachstum und Industrialisierung hätten im Laufe des letzten Jahrhunderts zu einem raschen Anstieg der Emissionen von Kohlendioxid (CO2) geführt.

Nach Einschätzung von Experten würden bei einem Anstieg der Weltbevölkerung bis 2050 auf acht Milliarden anstelle der bislang projizierten neun Milliarden Menschen etwa ein bis zwei Milliarden Tonnen CO2 weniger freigesetzt. Ein langsameres demographisches Wachstum helfe, sich kurz- und mittelfristig besser an Klimaveränderungen anzupassen.

76 Mio. ungewollte Schwangerschaften

In den Entwicklungsländern würden jährlich nach wie vor 76 Millionen Frauen ungewollt schwanger. Das Bevölkerungswachstum drohe in vielen Regionen zur Verknappung natürlicher Ressourcen wie Wasser und Ackerland zu führen und damit die Folgen des Klimawandels zu verschärfen.

Für die armen Länder entstünden dadurch zusätzliche Hürden beim Kampf gegen die Armut und der Umsetzung von Entwicklungszielen.

(tri/sda)

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