Moderate Schadenbelastung durch «Kyrill»
publiziert: Freitag, 26. Jan 2007 / 08:31 Uhr / aktualisiert: Freitag, 26. Jan 2007 / 19:23 Uhr

Zürich - Der Orkan «Kyrill» hat für den weltweit grössten Rückversicherer Swiss Re nur moderate Folgen: Die Gesellschaft rechnet für sich mit einem versicherten Schaden von rund 140 Mio. Euro (vor Steuern).

Der Schweizer Rückversicherer Swiss Re.
Der Schweizer Rückversicherer Swiss Re.
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Die Brutto-Schadenbelastung durch «Kyrill» beläuft sich auf rund 220 Mio. Euro. Davon werden 80 Mio. Euro allerdings durch andere Absicherungen gedeckt, wie die Swiss Re mitteilte.

Insgesamt werde die Versicherungsbranche mit einer Summe von 3,5 Mrd. Euro belastet, hiess es. Damit verursachte «Kyrill» weniger Schäden als der Wintersturm «Lothar» von 1999. Dieser belastete die Versicherungsindustrie mit 5,5 Mrd. Euro (indexiert auf 2007).

«Kyrill» hat jedoch eine bedeutend grössere Fläche mit Orkanböen überzogen. Betroffen waren namentlich Grossbritannien, Deutschland und Polen. Dank frühzeitiger Sturmwarnungen waren mit 47 Toten deutlich weniger Opfer zu beklagen als beim Sturm «Lothar», bei dem 110 Menschen ihr Leben verloren.

So rechnet die Münchner Rück mit einem deutlich höheren Schaden als Swiss Re: Der gesamte versicherte Schaden dürfte die Branche mit fünf bis sieben Mrd. Euro belasten, teilte der deutsche Konzern gleichentags mit. Damit wäre «Kyrill» einer der drei teuersten Winterstürme in Europa seit 1980.

«Kyrill» werde dabei die Münchener Rück vor Steuern vermutlich 600 Mio. Euro kosten. Der grösste durch den Wintersturm verursachte Einzelschaden sei die Havarie des Container-Frachters MSC Napoli vor der südenglischen Küste, teilte der weltweit zweitgrösste Rückversicherer mit.

(bert/sda)

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