Nach Hochwasser ist der Alltag wieder eingekehrt
publiziert: Freitag, 10. Feb 2006 / 22:19 Uhr

Bern - Ein halbes Jahr nach dem grossen August-Hochwasser ist in den betroffenen Regionen der Alltag wieder eingekehrt.

Fachstellen der betroffenen Kantone machen sich Gedanken, wie künftige Katastrophen verhindert werden können.
Fachstellen der betroffenen Kantone machen sich Gedanken, wie künftige Katastrophen verhindert werden können.
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Die Stimmung im besonders stark betroffenen Diemtigtal sei derzeit zuversichtlich, sagte der Gemeinderatspräsident von Oey, Beat Klossner, auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Einige Häuser seien geflickt, andere könnten bald wieder bezogen werden.

Allein an der Gemeindeinfrastruktur entstand ein Sachschaden von 43 Millionen Franken. Selbst wenn der Kanton Bern 80 bis 90 Prozent davon übernimmt, verbleiben für die Gemeinde Oey namhafte Beträge.

Ähnlich präsentiert sich die Lage in Brienz, wo die Katastrophe zwei Todesopfer gefordert hatte. Die hauptsächlichen Schäden seien behoben, sagte Gemeinderatspräsident Peter Flück. Die Leute, die ihre Häuser am Glyssibach nicht wieder aufbauen dürfen, hätten diese bittere Pille mittlerweile geschluckt.

In Engelber «business as usual»

Auch im nach dem Hochwasser lange abgeschnittenen Obwaldner Ferienort Engelberg herrscht wieder «business as usual». «Die Stimmung ist gut, bei Einheimischen und Gästen», sagte Frau Talammann Martha Bächler. «Wir hatten wohl materielle Schäden, aber es musste niemand sein Leben lassen.»

Während Private und Gemeinden daran sind, die Schäden zu beheben, machen sich die Fachstellen der betroffenen Kantone Gedanken, wie künftige Katastrophen verhindert werden können.

Schutzmassnahmen für 53 Mio. Franken

In einen vom Grossen Rat genehmigten Kredit von 86 Millionen Franken für die Behebung der Schäden packte die Berner Regierung auch ein 53 Millionen teures Paket für Schutzmassnahmen. Der Kanton Luzern plant, das Gebiet entlang der Kleinen Emme mit einem Aufwand von 30 Millionen Franken besser vor Hochwasser zu schützen.

Für kurzfristige Hochwasserschutz-Massnahmen an der Engelberger Aa beantragt die Nidwaldner Regierung einen Rahmenkredit von 15 Millionen Franken. Im Kanton Uri steht die Sanierung der Schwachstelle bei der Mündung des Schächenbachs in die Reuss im Vordergrund.

(smw/sda)

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