Neuer Ölteppich verseucht galicische Küste
publiziert: Donnerstag, 21. Nov 2002 / 17:19 Uhr

La Coruna - Rückschlag im Kampf gegen die Ölpest im Nordwesten Spaniens: Zwei Tage nach dem Untergang des Grosstankers Prestige hat ein Sturm einen Ölteppich an bislang verschont gebliebene Teile der galicischen Todesküste getrieben.

Wegen des Sturms mit Windgeschwindigkeiten bis zu 100 Kilometern in der Stunde mussten zudem die Aufräumarbeiten eingestellt werden. Die Spezialschiffe konnten nicht auslaufen, teilten die Behörden mit. Das genaue Ausmass der Verschmutzung sei wegen der aufgewühlten See noch nicht klar.

Der riesige Ölteppich, den die Prestige bei ihrem Untergang am Dienstag zurückgelassen hatte, zerfiel in mindestens vier kleinere. Er hatte ursprünglich eine Fläche von rund 7800 Quadratkilometern. 300 Kilometer Küste sind bereits verseucht. Die Schäden werden auf fast 220 Millionen Franken geschätzt.

Örtliche Behörden befürchteten, ein Ölteppich könne in Richtung des Nationalparks der Cíes-Inseln abdriften. Sie kritisierten, bislang seien die angeforderten Öl-Barrieren nicht eingetroffen. Auch in anderen Teilen Galiciens wuchs die Kritik am Krisenmanagement der Zentralregierung in Madrid.

Weiteres Öl sei seit dem Untergang aus dem in etwa 4000 Metern Tiefe liegenden Wrack aber nicht ausgetreten, betonten die Behörden. In den Tanks sind noch mehr als 60 000 Tonnen giftiges Schweröl.

Bei Tankerunglücken muss nach Ansicht der Umweltstiftung World Wide Fund for Nature (WWF) das Verursacherprinzip rigoros angewendet werden. Dies müsse in einem europäischen Gesetz geregelt werden, forderte WWF-Meeresexperte Hans-Ulrich Rösner in Frankfurt.

Erst mit dem Zwang zum vollen Schadenersatz werde das Risiko einer Umweltkatastrophe für die verantwortlichen Firmen so gross, dass sie selbst alle Anstrengungen unternähmen, um dies zu vermeiden. Bisher zahlten die Versicherungen der Schiffe in der Regel nur einen Bruchteil der tatsächlich anfallenden Kosten, kritisierte Rösner.

(fest/sda)

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