Nach Anfrage von Greenpeace
Novartis verzichtet in Lebensmitteln auf Gentech-Rohstoffe
publiziert: Donnerstag, 3. Aug 2000 / 17:13 Uhr

Brüssel/Basel - Novartis verzichtet künftig in allen eigenen Lebensmitteln auf Gentech-Rohstoffe. Dies versicherte der Konzern gegenüber Greenpeace, wie die Umweltorganisation am Donnerstag mitteilte.

Greenpeace hatte den Konzern um Angaben über die Verwendung von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) in Lebensmittelprodukten angefragt, dies im Hinblick auf eine «grüne Liste» gentech-freier Waren. In der Antwort aus der Novartis-Niederlassung Brüssel vom 2. August wurde der weltweite Verzicht erklärt.
Der Konzern verweist dabei auf die fehlende Akzeptanz bei den Konsumierenden. Er habe «entschieden», alle praktisch notwendigen Massnahmen zu ergreifen, um die Verwendung von GVO zu «vermeiden». Novartis wolle - unter Einhaltung gesetzlicher Vorgaben - lokale Lieferanten bevorzugen.
Diese Vorgabe gelte für jede Produktionsstufe. Sie werde seit 30. Juni von allen Lieferanten garantiert eingehalten, hiesst es im Brief weiter. Ein Sprecher von Novartis international präzisierte, dass der Konzern trotz aller Bemühungen nicht garantieren könne, dass GVO-Reste an der Nachweisgrenze doch in die Produktion gerieten.
Die Produktion von «Céréal Chocosoja» ist laut Brief eingestellt worden, weil die GVO-Freiheit nicht garantiert werden konnte; verkauft würden davon nur noch die Lagerbestände. Auch andere vor dem Stichdatum produzierte Warenbestände, die GVO enthalten oder enthalten könnten, würden noch abgesetzt.
Der Sprecher betonte, dass hinter dem Brief keine geänderte Konzernpolitik stecke: Bereits seit einigen Jahren verzichte Novartis im Bereich «Consumer Health» angesichts der Unverkäuflichkeit von GVO-deklarierten Produkten auf den Einsatz von GVO.
Für den Novartis gehörenden Babynahrungsmittel-Hersteller Gerber hatte der Konzern im Juli 1999 den Verzicht auf GVO per September 1999 offiziell bekanntgegeben.
Greenpeace wertet den Verzicht von GVO in Lebensmitteln als «heuchlerische Doppelmoral», treibe Novartis doch die Entwicklung und den Anbau von genmanipulierter Pflanzen «mit aller Kraft» voran. Novartis will indes den eigenen Agro-Bereich ausgliedern und mit jenem von AstraZe neca zum Agro-Riesen Syngenta fusionieren.
Für den Novartis-Sprecher trifft dieser Greenpeace-Vorwurf nicht: Der Verzicht auf GVO in Lebensmitteln sei ja nicht moralisch, sondern rein kommerziell begründet. Die (noch) Novartis- eigene Saatgut-Sparte stehe nach wie vor zu GVO; diese versprächen zahlreiche Vorteile.

(sda)

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